Sanktionen gegen Russland bringen Millionen-Einbußen

Vorarlberg drohen 20 Prozent Verlust in wichtiger werdendem Wirtschaftsmarkt.

Schwarzach. Ab heute gelten EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Die EU betont zwar die Notwendigkeit von Maßnahmen wie die Erschwernis des Zugangs russischer Banken zu den Kapitalmärkten oder den Lieferstopp für Spezialgeräte zur Ölförderung, für die heimischen Unternehmer könnten die Sanktionen jedoch Millionen-Verluste bedeuten. Allein 2013 wurden aus Vorarlberg Waren im Wert von 260 Mill. nach Russland geliefert. „Das alles macht Russland zum zweitwichtigsten Ausfuhrmarkt außerhalb der EU“, so Christina Marent, Leiterin der Abteilung Außenwirtschaft in der WKV. Daher werden die Sanktionen nicht spurlos an den Vorarlberger Firmen vorübergehen, ist sie überzeugt. Das Außenwirtschafts­center Moskau rechnet mit Einbußen für die österreichische Exportwirtschaft von 20 Prozent.

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Migranten häufiger arbeitslos

Arbeitsmarktintegration muss früh beginnen, sagt Wifo-Expertin.

Wien. Menschen mit Migrationshintergrund sind überproportional stark von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies zeigt sich besonders bei den 15- bis 24-jährigen Migranten. 15 Prozent von ihnen machen derzeit weder eine Aus- und Weiterbildung, noch haben sie einen Job. Hingegen sind nur fünf Prozent der Jugendlichen ohne Migrationshintergrund von Arbeitslosigkeit betroffen. Der große Unterschied liege oft am sozioökonomischen Hintergrund vieler Migranten, etwa dem Bildungsstand ihrer Eltern, sagt Julia Bock-Schappelwein vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung. Daher müssten bereits in der Schule gezielte Maßnahmen getroffen werden.

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Israel verstärkt den Krieg gegen die Hamas

GAza. Ungeachtet der immer schärferen Kritik der UNO an seinem Vorgehen will Israel im Gazastreifen „die Arbeit zu Ende bringen“. Regierungschef Benjamin Netan­yahu kündigte gestern an, die Armee werde „mit oder ohne Waffenruhe“ die Tunnels der palästinensischen Hamas-Bewegung vollständig zerstören. Die israelischen Streitkräfte verkündeten, sie würden weitere 16.000 Reservisten mobilisieren. Damit stieg die Zahl der Reservisten auf 86.000. UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay warf Israel die „vorsätzliche Missachtung“ völkerrechtlicher Verpflichtungen vor.

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