Asylwerber nur in 44 Gemeinden

Vorarlberg sucht Quartiere für Flüchtlinge. 52 Gemeinden haben keine untergebracht.

Wien. Immer mehr Menschen fliehen vor den Kriegsgräueln in Syrien und dem Nordirak nach Österreich. Die Verteilung der Asylwerber in die Bundesländer stockt. Auch in Vorarlberg fehlt es zunehmend an Unterkunftsmöglichkeiten für die Schutzsuchenden. Land, Caritas und Gemeinden verständigten sich daher darauf, in den Kommunen nach Quartieren zu suchen. Alle 96 Gemeinden wurden angeschrieben und gebeten, ihre Möglichkeiten zu prüfen. Eine verpflichtende Quotenregelung für die Kommunen schließt Landesrat Erich Schwärzler weiter aus. Das wäre nicht umzusetzen, sagt er. Dies zeigen auch die aktuellen Zahlen. Denn bisher haben erst 44 der 96 Gemeinden in Vorarlberg Schutzsuchende untergebracht.

Derzeit leben 1034 Asylwerber in Vorarlberg. Diese Zahl wird allerdings noch steigen. Wie die VN berichteten, wird das Land bis Jahresende zwischen 130 und 300 weitere Quartiere für Kriegsflüchtlinge finden müssen. Erst am Dienstag hatten sich Bundeskanzler Werner Faymann und sein Vize Reinhold Mitterlehner mit den Landeshauptleuten darauf geeinigt, dass die Länder bis Jahresende die vereinbarte Quote zur Unterbringung von Asylwerbern zu hundert Prozent erfüllen sollten.

zum Artikel: Jede zweite Gemeinde bisher ohne Asylwerber

Faymann wünscht Neutralität

Der Kanzler in Kiew. Keine Freude an
NATO-Beitrittsplänen.

kiew. Einen konkreten Friedensplan brachte Bundeskanzler Werner Faymann nicht mit nach Kiew, dafür aber den Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. In den Gesprächen mit Präsident Petro Poroschenko und Regierungschef Arseni Jazenjuk ging es Faymann darum, mitzuteilen, dass Österreich die Verhandlungen für eine Lösung des Ukraine-Konflikts unterstütze. Dabei sprach er das heikle Thema Neutralität an – wohl wissend, dass Poroschenko alles daran setzt, um die Ukraine zu einem NATO-Mitgliedsstaat zu machen. Trotzdem deponierte Faymann, dass der Neutralitätsstatus im Rahmen des Friedensprozesses wenigstens erwähnt werden sollte.

zum Artikel: Die Mauer muss warten

„Militärmusik darf nicht gestrichen werden“

Wien. Noch gibt das Bundesheer-Reformkonzept des Verteidigungsministeriums Rätsel auf. Erst morgen soll es präsentiert werden. Zum Inhalt hat sich das Ressort in den vergangenen Tagen nicht geäußert. Es wurde kolportiert, dass die Sparpläne auch die Militärmusik in Vorarlberg treffen könnten. Diese zu schließen, „wäre nicht akzeptabel“, betonte Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler im VN-Gespräch. Schließlich sei sie sehr wichtig für die Bevölkerung. Auch habe der Landesrat an der Gerüchtebörse gehört, dass es bei der Zusammenarbeit zwischen Vorarlberg und Landeck, also der Alpinausbildung, Einschnitte geben soll. Man könne sie sicher effizienter gestalten, sagt er, aber nicht streichen.

Arbeitslosigkeit steigt in Vorarlberg weiter

Bregenz. Wenn auch der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Vorarlberg nicht einmal halb so stark ausgefallen ist wie im Bundesdurchschnitt, hält der ungünstige Trend dennoch auch im Ländle weiter an. Mit 9400 arbeitslos vorgemerkten Personen ist die Arbeitslosigkeit gegenüber September 2013 um 5,1 Prozent angestiegen.
Wie schon in den Vormonaten sind gering qualifizierte Personen überproportional stark von Arbeitslosigkeit betroffen. Fast die Hälfte aller Vorgemerkten hat nur einen Pflichtschulabschluss. Aber auch qualifizierte Arbeitnehmer tun sich bei der Jobsuche nicht immer leicht.

zum Artikel: Es ist nicht immer eine Frage der Qualifikation
Windkraft in Vorarlberg aus Expertensicht

Windkraft in Vorarlberg aus Expertensicht