Bald jeder 8. Haushalt kämpft um Existenz
Am Montag wird der erste offizielle Armutsbericht für Vorarlberg vorgelegt.
dornbirn. (VN-mm) Von einer steigenden Armut in Vorarlberg spricht die Armutskonferenz. Demnach ist fast schon jeder 8. Haushalt im Land armutsgefährdet. Die Initiative fordert eine Umverteilung der Arbeit, einen existenzsichernden Mindestlohn von 1550 Euro, eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Wochenstunden, um „mehr Menschen in Arbeit zu bringen“, sowie eine Besteuerung von Gewinnen und hohen Einkommen „zur Finanzierung des Gemeinwohls“.
Am Montag wird zudem von der Statistik Austria der Endbericht der „Studie zu Armut und sozialer Eingliederung in den Bundesländern“ veröffentlicht. Parallel dazu präsentiert das Land den Vorarlberger Bericht, der zusätzlich zwei Studien und einen Maßnahmenkatalog zur Armutsprävention enthält. „Wir haben somit erstmalig valide Daten, die auch vertiefende Auswertungen möglich machen“, so LR Greti Schmid. Sie hatte ja lange einen Armutsbericht für nicht erforderlich erachtet.