Das Gymnasium wird zum Auslaufmodell

Vorarlberg will künftig auf die gemeinsame Schule für 10- bis 14-Jährige setzen.

bregenz. Nach zweijähriger Forschung steht nun fest: Vorarlberg will in den kommenden acht bis zehn Jahren die gemeinsame Schule für die 10- bis 14-Jährigen auf Schiene bringen. Das Gymnasium gerät zum Auslaufmodell. Damit reagiert das Land auf eine Empfehlung von Bildungsexperten, die der frühen Differenzierung eine klare Absage erteilt haben. Die gemeinsame Schule soll mehr Chancengleichheit und dank eines individualisierten Unterrichts auch bessere Lern­erfolge bringen. Das derzeit praktizierte zweigliedrige System wird als nicht mehr zur Schulrealität passend bezeichnet. Zu viel Bildungs­potenzial bleibe dadurch ungenutzt. Die Reaktionen auf das Ergebnis des Forschungsprojekts sind durchwegs, aber nicht nur positiv.

zum Artikel: Bildungspotenzial liegt brach

Selbstbehalte treffen Frauen am stärksten

wien, schwarzach. Das Ansinnen der ÖVP, Selbstbehalte auch beim Arztbesuch einzuführen, stößt nicht nur beim Koalitionspartner SPÖ auf Widerwillen. Auch Gesundheitsexperten sprechen sich gegen zusätzliche Privatbeiträge aus. Der Vorarlberger Public-Health-Experte Günter Diem verweist darauf, dass es dadurch lediglich zu einer Umverteilung der Kosten auf die Kranken käme. Und die Wiener Gesundheitsökonomin Maria Hofmarcher erklärt, dass Selbstbehalte besonders stark Frauen treffen – schon bisherige Selbstbehalte seien sozial höchst ungerecht gestaffelt.

zum Artikel: "Kosten-Umverteilung hin zu den Kranken"

Alternativen zu „kalten Betten“

Schwarzach. Ferienwohnungen in Tourismusorten, die die meiste Zeit des Jahres leer stehen, bringen für das Leben und die Entwicklung im Dorf mitunter Probleme mit sich. Doch es gibt auch Modelle, mit denen man sogenannte „kalte Betten“ zumindest ein Stück weit vermeiden kann. Die VN stellen drei Beispiele im Überblick vor.

zum Artikel: Alles eine Frage des Modells

Viele Fragen zu Grunderwerb

Schwarzach. Sehr viele VN-Leser nutzten auch diesmal die Möglichkeit, sich von Notar Dr. Richard Forster ihre Fragen zum Thema Grunderwerbsteuer neu, die am 1. 1. 2016 in Kraft tritt, beantworten zu lassen. Dabei stellte Forster eines fest: Die Höhe der Grunderwerbsteuer hängt stark davon ab, ob es ein Wohnrecht gibt.

zum Artikel: „Steuer hängt vom Wohnrecht ab“

Heiliger Geist?

„Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“, fragte der Apostel Paulus, als er auf seinen Reisen nach Ephesus kam. Er bekam die nüchterne Antwort: „Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt“ (Apg 19,2).

Das könnte ebenso auch heute gewesen sein. Der Heilige Geist, das ist für viele ein unbekanntes Wesen, ein fremder Gott. Was ist denn das eigentlich: Heiliger Geist?

Dabei können wir täglich tausend Gesichter des Geistes Gottes erleben und erfahren. Wenn Gott die Liebe ist, dann zeigt sich sein Wesen, sein Geist in Spuren der Liebe in unserem Leben.

Der Geist ist dort, wo aus Angst Mut wird, wo ein Mensch den Mut hat, seinem Herzen zu folgen und sich nicht durch die Bedenken seiner Umgebung lähmen lässt.

Der Geist Gottes ist dort, wo Menschen Kraft finden im Einsatz für eine bessere Welt.

Der Geist Gottes ist dort, wo Menschen Brücken zueinander bauen – Brücken des Vertrauens zu Menschen auf der Flucht, zu Menschen, die anders sind als wir.

Der Geist Gottes wird sichtbar, wo Menschen andere besuchen, die allein sind oder sich zurückgezogen haben in eine Melancholie und Traurigkeit.

Der Geist Gottes ist dort, wo Menschen für andere beten. Ein Netzwerk der Solidarität und der Wertschätzung entsteht, wenn wir an andere denken und sie mittragen mit guten Gedanken und heilenden Worten.

Der Geist Gottes ist dort, wo ein Mensch wie Bischof Oscar Romero, der sich für soziale Gerechtigkeit und gegen Ausbeutung von Menschen, von Natur, gegen Folter und Diktatur gestellt hat, seliggesprochen wird.

Es gibt tausend Gesichter des Geistes. Pfingsten ereignet sich dort, wo sich der Geist der Liebe durchsetzt, wie es im Brief an die Gemeinde der Galater heißt: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung“ (Gal 5,22f).

Wenn dieser Geist die Herzen von Menschen berührt, wird sich das Angesicht der Erde erneuern. Dann ist Pfingsten in meinem persönlichen Leben, in der Gemeinde, in unserem Land und auf der Welt. Diesen Geist von Pfingsten wünsche ich uns allen.

Benno Elbs