Spartipps der Länder für Wien

In der Schulverwaltung könnten 1500 Posten abgebaut werden, sagt LH-Chef Niessl.

Wien. (VN) Die Länder erhöhen den Druck auf Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): „Anstatt Einsparungen in den Klassenzimmern vorzunehmen und die Qualität der ländlichen Schulen zu gefährden, fordern wir die Bildungsministerin auf, die seit Jahren vorliegenden Vorschläge der Länder zu Reformen in der Schulverwaltung endlich aufzugreifen“, so die ÖVP-Landeshauptleute Markus Wallner, Günther Platter (T), Wilfried Haslauer (S) und Erwin Pröll (NÖ) gestern in einer Aussendung. Die gesamte Schulverwaltung soll demnach in Landesbildungsdirektionen zusammengefasst werden. Der Vorsitzende der Landeshauptleute-Konferenz, Hans Niessl (SPÖ, Burgenland) bekräftigte dies im VN-Gespräch: Unterm Strich könnten 1500 Dienstposten abgebaut und bis zu 75 Millionen Euro eingespart werden, argumentiert er.

Hart ins Gericht mit der Ministerin gehen unterdessen die Vorarlberger Schülervertreter Sandro Tirler und Jeremias Hefel. Sie fordern die Miteinbeziehung aller Betroffenen, wenn es um weitreichende Entscheidungen im Bildungsbereich geht.

zum Artikel: „Bund könnte 1500 Posten einsparen“

Täglich fünf neue Einwohner

Wachstum unter ­Gemeinden sehr unterschiedlich.

Schwarzach. (VN-mig) In den letzten zehn Jahren sind täglich fünf neue Hauptwohnsitze in Vorarlberg gemeldet worden. Mit Ende 2013 hatten insgesamt 376.347 Personen ihren Lebensmittelpunkt im Ländle. Mehr Geburten- als Todesfälle und mehr Zu- als Abwanderung haben das Wachstum angetrieben. Aber nicht alle Gemeinden konnten davon profitieren, wie der VN-Datenreport zeigt. 32 der 96 Gemeinden kämpfen mit einer negativen Entwicklung. Am stärksten betroffen sind die Gebiete Arlberg/Klostertal und das Montafon.

Das Wachstum konzentriert sich ganz auf das Rheintal, wo 85 Prozent der neuen Hauptwohnsitze gemeldet wurden.

zum Artikel: Jeden Tag fünf neue Bewohner im Land

Handel freut sich
über Kaufkraftzufluss

Schwarzach. Die Vorarlberger Zollämter verzeichneten 2013 einen neuen Rekord an Mehrwertsteuer-Rückvergütun­gen. 731.270 Mal ließen Nicht-EU-Bürger ihren Einkauf von der Mehrwertsteuer befreien. Das ist um 70.000 Mal öfter als 2012. Die gestiegene Einkaufslust der „Franken-Einkäufer“, sprich Schweizer und Liechtensteiner, haben die Händler gemerkt. „Die Schweizer und Liechtensteiner sind mittlerweile zu Stammgästen geworden“, sagt Gebhard Sagmeister, Spartenobmann des Vorarlberger Handels. Das sei darauf zurückzuführen, dass der Handel auch einige Anstrengungen unternommen habe. Laut Experten-Prognosen könnte der Kaufkraftzufluss aus dem benachbarten Ausland weiter steigen.

zum Artikel: „Franken-Einkäufer“ werden zu Stammgästen

EU-Wahl: Niedrige
Beteiligung erwartet

Wien. (VN) Der EU-Wahlkampf geht diese Woche in die entscheidende Phase. Die Parteien tun sich freilich schwer, Themen zu setzen und die Bürgerinnen und Bürger zu begeistern. Die Erklärung des Politikberaters Peter Hajek dafür lautet: Nachdem man jahrelang keine Aufklärung über Fragen der europäischen Integration betrieben habe, räche sich das in Wahlkampfzeiten eben. 

Die EU-Wahl findet am
25. Mai statt. Wahlberechtigt sind alle Österreicherinnen und Österreicher ab 16. Umfragen zufolge zeichnet sich jedoch eine Wahlbeteiligung von nur „plus/minus 40 Prozent“ (Hajek) ab.

zum Artikel: Fehlende Aufklärung rächt sich