Steuerbelastung rächt sich für Finanzminister

Arbeitnehmern bleibt zu wenig Geld: Umsatzsteuer-Aufkommen sinkt.

Wien. (VN-joh) Der „Abgabenerfolg des Bundes“ für das erste Halbjahr bestärkt all­jene, die eine Steuersenkung fordern: Während das Lohnsteueraufkommen weiter stark steigt, geht das Umsatzsteueraufkommen zurück. Wie der Linzer Volkswirt Friedrich Schneider bestätigt, besteht ein direkter Zusammenhang: Den Arbeitnehmern bleibt zu wenig Geld zum Ausgeben; darunter leidet der Konsum. „Das macht deutlich, wie wichtig eine Steuerreform wäre, durch die die kalte Progression ausgesetzt wird“, so Schneider.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 12,4 Milliarden Euro Lohnsteuer bezahlt. Das waren plus 5,8 Prozent gegenüber 2013. Bei der Umsatzsteuer gab es einen leichten Rückgang auf 12,68 Milliarden Euro.

zum Artikel: Erdrückende Steuerlast

Vorarlberg erfüllt die Asylquote

Bis Freitag werden knapp 960 Flüchtlinge in Vorarlberg sein.

Bregenz. Anders als andere Bundesländer schafft es Vorarlberg auf den letzten Drücker hin, die mit dem Bund vereinbarte Quote an Asylwerbern aufzunehmen. Bis Freitag werden rund 960 Flüchtlinge hier leben. Schon heute will Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) einen Notfallplan für jene Bundesländer vorlegen, die säumig bleiben. „Wir haben eine dramatische Situation“, sagte sie. In Traiskirchen könne mit knapp 1400 Personen keine menschliche und humane Betreuung mehr garantiert werden. Sie machte einmal mehr Druck auf Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ), leer stehende Kasernen zur Verfügung zu stellen.

zum Artikel: Quartiere doch noch gefunden

„Ausländerklassen hemmen Integration“

Wien. Eine Durchmischungssituation in einer Schulklasse fördere die Integration, ist sich Heinz Faßmann, Vorsitzender des Expertenrats für Integration, sicher: Denn „die Kinder lernen voneinander und entwickeln so auch ein Wir-Gefühl“. Faßmann stellte am Montag mit dem zuständigen Minister Sebastian Kurz (ÖVP) den Integrationsbericht 2014 vor. Eine seiner Forderungen lautete: In der Schule braucht es einen ethnischen Mix. Ausländerklassen seien nicht zielführend. „Es ist sinnvoll, wenn Schulen integrativ geführt werden“, erklärt auch der Vorarlberger Bezirksschulinspektor Christian Kompatscher.

zum Artikel: „Kinder können voneinander lernen“