„Sanierer“ Schelling gefordert

Gebürtiger Vorarlberger Hans Jörg Schelling (60) wird 21. Finanz­minister Österreichs.

Linz, Bregenz. Die österreichischen Finanzen kommen wieder in neue Hände. Diesmal in die eines ehemaligen Möbelmanagers mit Vorarlberger Wurzeln. Die Kür des bisherigen Hauptverbandschefs Hans Jörg Schelling (VP) zum neuen Finanzminister wurde gestern, Sonntag, vom VP-Vorstand einstimmig abgesegnet. Der Vorstand folgte damit einem Vorschlag des neuen Parteichefs Reinhold Mitterlehner. Schelling, der als „Anpacker und Sanierer“ gilt, wird heute beim Bundespräsidenten angelobt. Unmittelbarer Vorgänger Schellings ist Michael Spindelegger, der vergangenen Dienstag von seinen Ämtern als VP-Chef, Vizekanzler und Finanzminister zurückgetreten ist. Spindelegger war seit der Regierungsbildung im Dezember 2013 und damit nicht einmal neun Monate Finanzminister.

„Probleme sind lösbar“

In einer ersten Stellungnahme gab sich Schelling durchaus selbstbewusst. „Die Probleme sind lösbar“, meinte der neue Minister im Finanzministerium. Hierzulande erhält Schelling überwiegend Vorschusslorbeeren. „Schelling ist verhandlungserfahren, streitbar und überaus kompetent. Ich traue ihm einiges zu“, streute LH Markus Wallner dem neuen Finanzminister Rosen.

zum Artikel: Volkspartei schickt Anpacker ins Ministerium für Finanzen

Zehn Irrtümer im Arbeitsrecht

Irrtümer im Arbeitsrecht können für Firmen wie für Arbeitnehmer teuer werden. 

Feldkirch. Die Unkenntnis des Arbeitsrechtes sei groß, sagt die Leiterin der Arbeitsrechtlichen Abteilung der Arbeiterkammer Vorarlberg, Brigitte Hutterer. „Und zwar quer durch alle Schichten“, stellt sie klar. Aber nicht nur die Arbeitnehmer sind unsicher, auch Unternehmer sind auf dem arbeitsrechtlichen Parkett unsicher, was für die jeweilige Partei im Falle eines Konflikts recht teuer werden kann. Das führt zu Tausenden Anfragen bei den Experten von Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer.

Die VN nennt zehn der bekanntesten Irrtümer im Arbeitsrecht und sagt, wie diese Fragen tatsächlich gehandhabt werden.

zum Artikel: Kündigen muss man schriftlich

EU stellt verschärfte Sanktionen in Aussicht

KIEW, MOSKAU. Nachdem die Regierung in Kiew der Regierung in Moskau vorgeworfen hat, die Separatisten in der Ostukraine mit Soldaten und Waffen zu unterstützen, haben die Staats- und Regierungschefs der 28 EU-Mitgliedstaaten in der Nacht zum Sonntag festgelegt, dass nun eine Woche lang neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland vorbereitet werden. Die Staatschefs der EU-Länder Slowakei, Tschechien und Österreich zweifeln an der Sinnhaftigkeit der Sanktionspolitik. Bundeskanzler Faymann spricht sich für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts aus. Russlands Präsident Putin hat indes Verhandlungen über eine Eigenstaatlichkeit für die umkämpfte Südostukraine gefordert. , D1

zum Artikel: EU strebt Verschärfung der Sanktionen an

Zwei der 28 Topjobs in Brüssel sind besetzt

brüssel. Die ersten zwei Jobs an der EU-Spitze sind vergeben. Außenbeauftragte der EU wird die 41-jährige italienische Außenministerin Federica Mogherini. Sie habe zwar wenig Erfahrung auf dem diplomatischen Parkett, sei aber ehrgeizig und engagiert. Donald Tusk (57), seit 2007 Ministerpräsident von Polen, wird künftig an der Spitze des Europäischen Rats stehen. Jedes EU-Mitgliedsland hat das Recht, einen Vertreter nach Brüssel zu entsenden. Und so gibt es noch 26 Top-Positionen zu besetzen. Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, erwartet die Personalvorschläge.

zum Artikel: EU-Topjobs für Donald Tusk und Federica Mogherini