Österreich bietet der Ukraine Blauhelme an

Bundeskanzler Faymann nennt Voraussetzungen für rot-weiß-rote Friedensmission.

Bregenz. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) drängt auf eine Beendigung der Kampfhandlungen im Osten der Ukraine und macht im VN-Interview ein Angebot dazu: Wenn ein Waffenstillstand vereinbart und ein entsprechendes UN-Mandat beschlossen werden, werde sich Österreich selbstverständlich an einer Friedensmission beteiligen. Sanktionen gegen Russland als Beitrag zur Konfliktbeilegung sieht er kritisch: „Damit kann man die Probleme nicht lösen.“

In Österreich selbst will der Kanzler die Finanzverfassung reformieren: Es ist nicht ausreichend bekannt, welche Haftungen und Risiken die Länder eingegangen seien und wie ihre Finanzen wirklich ausschauen, so Faymann: „Also müssen wir Transparenz schaffen.“

zum Artikel: „Wir müssen Transparenz schaffen“

Handel: Erlöse werden geringer

Reales Wachstum von 0,7 Prozent zeigt Grenzen des Vorarlberger Handels.

Schwarzach. In den vergangenen Jahren konnte sich der Vorarlberger Handel über regelmäßiges Wachstum freuen. Den Schweizern und Liechtensteinern war diese Sonderstellung des stationären Handels in Vorarlberg zu verdanken. Doch nun gleichen sich auch die Vorarlberger Zahlen dem österreichischen Schnitt an. Die Händler in Innerösterreich sind allerdings froh über die schwarze Null, die von der KMU-Forschung Austria ausgerechnet wurde.  36 Prozent der Einzelhändler klagen über sinkende Erlöse, 15 Prozent konnten die Erträge halten. Immerhin: Die Beschäftigtenzahl stieg im ersten Halbjahr um 1,7 Prozent.

zum Artikel: Einzelhandel: Die Erlöse gehen zurück

1,2 Milliarden leben von weniger als 93 Cent

New York. Der Jahresbericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) 2014 weist aus, dass 2,3 Milliarden Menschen auf der Welt entweder in Armut leben oder armutsgefährdet sind. 1,2 Milliarden Menschen müssen von weniger als 1,25 Dollar (0,93 Euro) täglich leben. Die Mehrheit der Weltbevölkerung genieße heute keinen umfassenden Sozialschutz wie Pensionen oder Arbeitslosenversicherung. Dabei wären diese Maßnahmen auch von Entwicklungsländern erreichbar. Ein derartiger Grundschutz würde weniger als zwei Prozent der globalen Wirtschaftsleistung kosten.

Martin wechselt die Besitzer

Braz. Das Maschinenbau-Unternehmen Josef Martin, größter Arbeitgeber des Klostertals, hat neue Besitzer. Elmar und Dietmar Martin haben den Betrieb aufgrund fehlender Nachfolgelösungen an Geschäftsführer Gerald Lechtaler und die Schweizer Investnet verkauft.

zum Artikel: Martin in neuen Händen