Hohe Ausfallquote an Vorarlbergs Schulen

Alarmierende Zahlen: Nur in Wien gibt es mehr Schulabbrecher als im Ländle.

Schwarzach. (VN-mig) 235 junge Vorarlberger haben im Schuljahr 2012/2013 die achte Schulstufe ohne einen Abschluss absolviert. Die alarmierenden Zahlen sind im „Drop-out-Jahresbericht“ der Landesstatistik erfasst. Die Ausfallquote in Vorarlberg ist mit 5,0 Prozent die zweithöchste in ganz Österreich. Experten machen den hohen Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund dafür verantwortlich.

Landesrätin Bernadette Mennel spricht von Zahlen, die man nicht schönreden dürfe. „Es muss gelingen, die Quoten deutlich zu senken. Jeder Schüler, der abbricht, ist einer zu viel.“ Besonders schlecht sind die Perspektiven der Jugendlichen ohne Schulabschluss am Arbeitsmarkt. Sie haben kaum Chancen auf einen Job.

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Nein zu Klagsrecht

Freihandelsabkommen: Faymann stellt sich gegen Konzerne.

Wien. Das Freihandelsabkommen, über das die EU bisher nur hinter verschlossenen Türen mit den USA verhandelt hat, lässt die Wogen weiter hoch gehen. Gestern stellte sich Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) gegen einen zentralen Punkt: Er lehnt ein Sonderklagsrecht für Konzerne ab. Begründung: Damit würde die Gefahr bestehen, dass nationale Gesetze über Umwege ausgehebelt werden. Und das gehe nicht an, so Faymann. 

Die Industriellenvereinigung fordert eine sachliche Diskussion: Das Freihandelsabkommen biete die Chance, dass Europa auch in Zukunft eine globale Führungsrolle spielen könne.

zum Artikel: Schlagabtausch um das Freihandelsabkommen

Teurer Prozess um 4,40 Euro
Tausend Aktenseiten wegen 4,40 Euro

Bregenz. Wegen Veruntreuung verurteilt wurde gestern am Bezirksgericht Bregenz eine junge Bregenzerin. Sie hatte als Verkäuferin nachweislich 4,40 Euro für Leberkäsesemmeln eingesteckt. Das Verfahren dauerte ein halbes Jahr mit rund 1000 Seiten Aktenmaterial.

Chaostag im Telekom-Austria-Aufsichtsrat

Wien. Mit Schwierigkeiten wurde gerechnet, dass aber die Aufsichtsratssitzung bei der der Syndikatsvertrag der beiden Telekom-Austria-Großaktionäre ÖIAG und America Movil abgesegnet werden sollte, so chaotisch verläuft, sah niemand voraus. Dennoch: Um 21.38 Uhr meldete ÖIAG-Sprecher Bernhard Nagiller, dass der umstrittene Vertrag unter Dach und Fach ist. In Zukunft werden die beiden Kernaktionäre, die 55 Prozent der Anteile halten, vorbehaltlich rechtlicher Einsprüche gemeinsam Entscheidungen fällen, die den größten Teil der österreichischen und Vorarlberger Handy-Nutzer betreffen.

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