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Die ersten „echten“ Höchster Wasserbüffel

Auf dem Höchster Heldernhof der Familie Gerer kamen im Oktober die ersten „echten“ Vorarlberger Wasserbüffel zur Welt. Foto: ajk

Auf dem Höchster Heldernhof der Familie Gerer kamen im Oktober die ersten „echten“ Vorarlberger Wasserbüffel zur Welt. Foto: ajk

Gleich zwei Stierkälber bei der Büffelherde am Heldernhof. Mozzarella als Ziel.

Höchst. (ajk) Unerwartet früh haben die Wasserbüffel am Heldernhof der Familie Gerer in Höchst Nachwuchs bekommen. Zwei der weiblichen Tiere waren offenbar bereits bei der Ankunft im Ländle trächtig. Innerhalb weniger Tage kamen zwei männliche Kälber zur Welt.

Eine Überraschung

„Damit haben wir nicht gerechnet“, freut sich Bernd Gerer, Jungbauer in Höchst über die ersten „echten“ heimischen Wasserbüffel. Seit Jahresbeginn erst sind die Tiere in Höchst heimisch geworden. Mit Nachwuchs rechnete er deshalb erst in etwa zwei Jahren. Immerhin tragen Wasserbüffel elf Monate, bis ein Kalb zur Welt kommt. Offenbar war der Stier aber bereits vor der Abreise der beiden Büffelkühe Gina und Sophie aus Salzburg fleißig. Die dort erworbenen Tiere stammen von einer Gruppe ab, die ursprünglich in Rumänien beheimatet ist. Die meisten der Wasserbüffel auf dem Heldernhof wurden in der Schweiz erworben, deren eigentliche Heimat ist Indien. Im Rheindelta fühlt sich das genügsame Tier offenbar besonders wohl. Die Geburten am 18. bzw. am 21. Oktober gingen jedenfalls problemlos über die Bühne.

Als Hofübernehmer setzt Bernd Gerer zusätzlich zur Milchwirtschaft auf das hochwertige Büffelfleisch. Es ist kalorienarm mit wenig Cholesterin und viel Eiweiß, zart und zeichnet sich durch einen besonderen Geschmack aus. Den können Besucher des Höchster Weihnachtsmarktes Ende November verkosten. Dort werden Wasserbüffel-Hamburger aus der ersten Schlachtung eines Stiers angeboten.

Mozzarella-Pläne

Bernd Gerer hat inzwischen auch weitere Pläne. Immerhin stehen bereits 19 Wasserbüffel auf dem Heldernhof. Während die rumänische Abstammung einen sehr guten Fleischertrag verspricht, sind indische Wasserbüffel auch als Milchlieferanten gefragt. Der original italienische Mozzarella wird bekanntlich überwiegend bzw. ausschließlich aus Büffelmilch gefertigt. Für diese Milch ist der Preis deutlich höher als für Kuhmilch. Diese bringt pro Liter derzeit knapp 30 Cent, die Milch von Wasserbüffeln wird in der Schweiz aktuell um zwei Franken verkauft. Auch wenn die Jahresleistung einer Büffelkuh gewiss nicht an die der Holsteiner-Rinder bzw. des heimischen Braunviehs heranreicht, ist diese Überlegung gewiss interessant. Das wissen auch Helgar und Elisabeth Gerer zu schätzen. Sie haben ihren Sohn darin unterstützt, sich die Übernahme der elterlichen Landwirtschaft mit einem zweiten Standbein zu sichern.

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