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Ikea: Mehr Verkehr in Dornbirn befürchtet

von Josef Hagen
Wenn Ikea in Lustenau eröffnet, könnte es auf der Messekreuzung noch enger werden.  Foto: ha

Wenn Ikea in Lustenau eröffnet, könnte es auf der Messekreuzung noch enger werden.  Foto: ha

Verkehr würde weiter zunehmen – Dornbirn kam nie als Standort infrage.

dornbirn. (ha) Die Diskussion um die Ikea-Ansiedlung in Lustenau wird auch in Dornbirn aufmerksam verfolgt. Da sich der mögliche Standort nur wenige Kilometer von der Messestädter Stadtgrenze entfernt befindet, könnte der Verkehr vor allem im Bereich der Kreisverkehre Dornbirn Süd, aber auch auf den Zubringerstraßen enorm zunehmen, befürchten Stadtpolitiker aller Fraktionen. 

Keine Verkehrsgutachten

Bisher gibt es allerdings keine Verkehrsgutachten mit Prognosen über die Entwicklung des Verkehrs auf den jetzt schon überlasteten Verkehrskreiseln westlich und östlich der Autobahn, sollte sich Ikea in Lustenau ansiedeln. Das erfuhr Bürgermeisterin Andrea Kaufmann in einem Gespräch mit ihrem Lustenauer Amtskollegen Kurt Fischer. SP-Stadtrat Gebhard Greber verlangt, dass Dornbirn über den Planungsstand aus Gründen des zu erwartenden zusätzlichen Verkehrs informiert wird. Sein Stadtratskollege Walter Schönbeck von der FPÖ befürchtet, dass vor allem auch auf der Lustenauer Straße das Verkehrsaufkommen, das jetzt schon sehr hoch ist, weiter enorm zunehmen würde: „Wenn es so weitergeht, gibt es dort in drei bis fünf Jahren zu Spitzenzeiten kein Weiterkommen mehr.“

Eine Verkehrsberuhigung im Hatlerdorf und auf der Lustenauer Straße erwartet sich die Stadt vom Bau einer neuen Verbindung zwischen dem Betriebsgebiet Wallenmahd und der Autobahn. Nächstes Jahr soll mit der Verlängerung der Bleichestraße begonnen werden, 2018 startet die Asfinag mit dem Bau des neuen Autobahnanschlusses auf Höhe Schweizer Straße. Mit der Verkehrsfreigabe der südlichen Umfahrung wird nicht vor 2020 gerechnet.

Kein Platz in Dornbirn

Gerüchte, dass auch Dornbirn als Standort des Möbelriesen infrage kommen könnte, stimmen nicht, teilte die Stadtchefin auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung mit: „Es gab diesbezüglich nie eine Anfrage an uns, außerdem könnten wir kein städtisches Betriebsgrundstück zur Verfügung stellen.“ Denn für die Nutzung der gewidmeten Betriebsgebiete im Norden und Süden der Stadt gibt es klare Auflagen, sagt Stadtplaner Markus Aberer: „Sie sind weder für Wohnungen noch für Handelsbetriebe wie etwa Ikea vorgesehen.“ Gefragt sind auf diesen Flächen lediglich produzierende Betriebe, die auch entsprechend viele Arbeitsplätze anbieten. Derzeit wachsen sowohl im Wallenmahd als auch in Dornbirn-Nord mehrere neue Betriebsgebäude in die Höhe.

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