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Dem Mini-Jetlag ein Schnippchen schlagen

Bald wieder eine Stunde länger schlafen können: Die meisten freuen sich schon darauf.  Foto:vn/steurer

Bald wieder eine Stunde länger schlafen können: Die meisten freuen sich schon darauf. Foto:vn/steurer

Fünf einfache Tipps für die Umstellung auf die Winterzeit am 30. Oktober.

Schwarzach. Morgen, Sonntag, 30. Oktober, um drei Uhr nachts ist es wieder so weit: Die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt. Was für die Lerchen, die Frühaufsteher, ein Segen ist, da sie Helligkeit am Morgen als Stimulation empfinden, ist für die Eulen, die Nachtaktiven, ein Fluch.

Anpassungsphase

Besonders Störungen der Schlafdauer und der Schlafqualität stehen dabei im Vordergrund. „Bei vielen Menschen löst die Umstellung des Schlaf-Wach-Rhythmus körperliche oder psychische Beschwerden aus“, sagt Primaria Heidemarie Abrahamian, Fachärztin für Innere Medizin, Intensivmedizin, Nephrologie, Endokrinologie & Stoffwechselerkrankungen in Wien, und verrät, wie sie ihre „innere Uhr“ auf die Zeitumstellung vorbereitet. Es kann durchaus mehrere Tage dauern, bis sich der Körper an den neuen Schlaf-Wach-Rhythmus anpasst, im Extremfall sogar mehrere Wochen. Die Anpassungsphase ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. „Auch eine scheinbar kleine Schwankung von 60 Minuten kann zu Reaktionen wie Müdigkeit, Herz-Kreislauf-Problemen, Verdauungsstörungen und natürlich Ein- und Durchschlafstörungen führen“, weiß Abrahamian. Rund ein Fünftel der Menschen ist von solchen Beschwerden unmittelbar betroffen. Aber auch für alle anderen ist eine Verschiebung des Schlafrhythmus nicht gesundheitsfördernd.“

Mehraufwand

Im Winter sind wir generell hormonbedingt weniger unternehmungslustig, öfter müde und niedergeschlagen und haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Denn unsere innere Uhr wird vor allem über Lichtreize und Hormone aktiviert, dabei spielen die Hormone Cortisol und das „Schlafhormon“ Melatonin wichtige Rollen. Diese Hormone sind in ihrer Wirkung einander entgegengesetzt. Bedingt durch längere Dunkelphasen im Winter produziert unser Körper vermehrt Melatonin, das unser Schlafbedürfnis erhöht. Darüber hinaus können wir zwar die Zeiger der Uhr einfach umstellen, die Umstellung der „inneren Uhr“ braucht jedoch bei vielen Menschen mehr Aufwand. Dem Mini-Jetlag, der durch die Zeitumstellung entsteht, lässt sich durch einfache Mittel, etwa aus der Schatzkiste von Mutter Natur, jedoch vorbeugen.

Am besten schon an den Abenden davor etwas später als gewohnt zu Bett gehen.

Am Montag eine halbe Stunde früher als üblich aufstehen und die Zeit zum Beispiel für einen kurzen Morgenspaziergang oder Sport nutzen.

In den ersten Tagen nach der Zeitumstellung abends leichte Mahlzeiten essen und drei Stunden vor dem Schlafengehen auf Alkohol, Kaffee oder andere aufputschende Getränke verzichten.

Bei Müdigkeit, die sich während des Tages einstellt, eine kleine Pause einlegen (keinen Mittagsschlaf), frische Luft atmen und Wasser trinken. Zudem helfen pflanzliche Arzneimittel wie Johanniskraut bei Antriebslosigkeit und sorgen für mehr seelisches Wohlbefinden.

Wenn das Ein- und Durchschlafen tatsächlich ernsthafte Probleme bereitet, ist es besser, nicht sofort zu starken Schlaftabletten zu greifen. Es empfiehlt sich, lieber zuerst ein natürliches Ein- und Durchschlafmittel, wie beispielsweise die klassische Kombination aus Baldrian, Passionsblume und Melisse, ausprobieren: Baldrian verkürzt die Einschlafzeit und beeinflusst dabei die Schlaftiefe positiv, Passionsblume beruhigt den Körper und löst Stress, Melisse harmonisiert und entspannt. 

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