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Gott aus ­freiheitlicher Sicht

H. C. Strache hat sich wieder einmal als Staatsmann ausgegeben und eine „Rede zur Lage der Nation aus freiheitlicher Sicht“ gehalten. In dieser schürt er im Zusammenhang mit der Flüchtlingsthematik Angst vor Bürgerkriegen, spricht von ungebremstem Zustrom kulturfremder Armuts­migranten und von Abgründen des Bösen, die sich auftun. Gegen Schluss der Rede betont er: „Und ich sage ganz bewusst, so wahr mir Gott helfe, denn auf Gott vertraue ich.“ Ich frage mich, ob H. C. Strache den gleichen Gott meint wie damals George Bush, als dieser glaubte, im Auftrag Gottes Krieg gegen die von ihm ausgerufene „Achse des Bösen“ führen zu müssen und dabei Gott für seine Interessen und die Abwertung ganzer Völker vereinnahmte. Wenn Strache nun einen ähnlichen polit-religiösen Ideologie- und Kulturkampf führen will, sei klargestellt, dass er sich damit nicht auf den christlichen Gottesglauben berufen kann. Denn der Gott des Christentums, so wie Jesus ihn verkündete, „lässt die Sonne aufgehen über allen“ und liebt nicht die Österreicher zuerst, sondern fordert, sich um die zu kümmern, die in Not sind, unabhängig von ihrer Herkunft. Er fordert Menschenwürde für alle. Herr Strache, ein Politiker, der so ideologisiert denkt wie Sie, kann nie die Größe eines Staatsmannes erreichen, so wahr Ihnen Gott helfen mag.

Peter Mennel,
Sportplatzweg 9,
Schwarzach

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