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Bürgerfern und ­undemokratisch

Ikea klopft an die Tür. Soll Lusten­au aufmachen? Foto: Reuters

Ikea klopft an die Tür. Soll Lusten­au aufmachen? Foto: Reuters

Die Entscheidung, einen so großen Handelsbetrieb wie Ikea in Lustenau anzusiedeln, hat unumkehrbare, massive Auswirkungen auf die Gemeinde und die ganze Region. Beim VN-Stammtisch zum Thema Ikea im Herbst 2015 wurde klar erkennbar, dass außer den ­Oppositionsparteien auch viele Bürger(innen) aus Lustenau und den Nachbargemeinden sehr kritisch und ablehnend diesem Thema gegenüberstehen. Das Grundstück, auf dem Ikea gebaut werden soll, gehört ja bekanntlich der Gemeinde Lustenau. Ich frage mich, warum eigentlich nicht die Eigentümer des Grundstücks, nämlich alle Lustenauer Bürger(innen), dazu befragt werden, ob sie überhaupt damit einverstanden sind, dass ihr wertvoller Besitz an einen internationalen Konzern verkauft wird, der ja bekannt dafür ist, seine Steuerzahlungen sehr kreativ zu optimieren. Vielleicht würden die Grundstücksbesitzer ja lieber heimische Betriebe auf ihrem Boden sehen, die für qualitätsvolle Jobs und eine regionale Wertschöpfung stehen und weit weniger Verkehrsaufkommen verursachen. Wenn die Mehrheitspartei einer Gemeinde eine so wichtige Entscheidung aufgrund von geheimen Verhandlungen mit Ikea trifft, ohne die Einbindung der Bürger(innen), ohne Information, ohne öffentliche Diskussion über die Auswirkungen in den ­Bereichen Verkehr, Wirtschaft, Zentrumsentwicklung etc., empfände ich das als höchst bürgerfern und undemokratisch. Es scheint, als möchte man hier möglichst schnell und ohne großes Aufsehen einen (Vor-)Vertrag beschließen.

Hagen Hörl,
Mähdle 14a, Lustenau

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