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Probleme in der Schulpolitik

Wer die Bildungspolitik der letzten Wochen mitverfolgt hat, erhält den Eindruck, das wahre Problem der Schulpolitik sind die Schulstandorte mit unter 250 (NR Walser unter 400) Schüler(inne)n. Und wie heißt die Medizin, die wir diesen Standorten verordnen müssen: Zusammenlegen der Direktionen (Schulcluster). Man reist nach Südtirol, schaut sich dort Schulen an und weiß, das ist besser als in Österreich. Dabei vergisst man, dass Südtirol ein gespaltenes Schulsystem hat (Deutsch, Italienisch, Ladinisch). Delegationen werden auch dort hingeführt, wo Probleme besondere sind – oder vielleicht nicht? Die fatale Logik zu stärken durch Abzug der Schulleitung. 90 Prozent der Vorarlberger Volksschulen haben nicht 250 Schüler(innen). BM Hammerschmid nennt den wahren Grund für die Zusammenlegungen: Effizienzsteigerung – ein Begriff der Wirtschaft, der Sparen bedeutet. Gefähr­lich, wenn man bedenkt, dass Vorarlberg Millionen für Pflichtschulen aufwendet, um Lücken des Bundes zu schließen. Wenn man wirtschaftlich weiterdenkt, heißt das, wie das Beispiel Zumtobel zeigt, schließen. Glücklicherweise hat der Landtag 2015 den Schulerhalt garantiert, denn hier weiß man, dass oft kleinere, wohnortnahe Einheiten gerade für Volksschulkinder ideal sind. Schulen, Geschäfte, Wirtshäuser gehören in unsere Dörfer! Es geht doch darum, wie wird ein Schulstandort gestärkt, damit er Herausforderungen gerecht werden kann. Das ist grundsätzlich keine Frage der Größe des Schulstandortes.

Andreas Hammerer, Personalvertreter und Gewerkschafter für Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer, Hub 75, Egg

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