IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG!
Hier klicken und mitmachen!

Alarmknopf

Psychisch Kranker schlägt in Spital auf Patientin (71) ein

Der 34-jährige Täter belästigte seine späteren Opfer bereits vor dem Eingangsbereich des Dornbirner Krankenhauses.  Foto: VN

Der 34-jährige Täter belästigte seine späteren Opfer bereits vor dem Eingangsbereich des Dornbirner Krankenhauses. Foto: VN

34-Jähriger attackierte im Dornbirner Kranken­haus Patienten und Besucher.

Dornbirn. (VN-gs) Die Tat war so unverständlich wie grundlos: Am vergangenen Dienstag beflegelte ein 34-jähriger Mann, wohnhaft in Schwarzach, vor dem Krankenhaus Dornbirn mehrere Personen. Anschließend folgte er den Leuten ins Spitalsgebäude und drang zu ihnen in den Lift ein. Dort eskalierte die Situation. Wie Zeugen berichteten, habe der 34-Jährige mit den Ausrufen „Alle Kopf ab, alle Kopf ab!“ auf zwei Männer und eine 71-jährige Frau, die im Rollstuhl saß, eingeschlagen. Neben der Pensionistin wurde auch deren Sohn dabei verletzt.

Die Opfer trugen Prellungen und Blutergüsse davon. Ihnen kamen noch rechtzeitig Mitarbeiter des Krankenhauses zu Hilfe.

Auch die Polizei wurde unverzüglich alarmiert, die Beamten waren innerhalb weniger Minuten vor Ort und nahmen den Tobenden in Gewahrsam.

„Akute Psychose“

Ralf Hämmerle, Sprecher der Stadt Dornbirn, zu den Einzelheiten: „Der Täter wurde zuerst vom Stadtarzt untersucht und von der Polizei einvernommen. Offensichtlich litt er an einer akuten Psychose, die auch der Auslöser der grundlosen Attacke war. Der Mann wurde nach einer ersten Einvernahme in das Landeskrankenhaus Rankweil überstellt.“ Die Mitarbeiter des Krankenhauses hätten couragiert, rasch und richtig gehandelt. Den Opfern, die unverzüglich im Krankenhaus medizinisch versorgt wurden, sei der Täter persönlich nicht bekannt gewesen. Er wurde wegen Körperverletzung angezeigt.

Sicherheit in Spitälern

Der aktuelle Fall im Krankenhaus Dornbirn führt einmal mehr zu Fragen über Schutz und Sicherheit von Patienten, Personal und Besuchern. So drang Ende 2013 ein Mann in das Landeskrankenhaus Bregenz ein und bedrohte auf einer Terrasse einen Seelsorger mit einem Brotmesser (die VN berichteten). Auch wenn dies nur Einzelfälle gewesen sein mögen, so stellt sich doch die Frage: Was geschieht zur Sicherheit der Patienten? Und  der des Personals? Im städtischen Krankenhaus Dornbirn gilt als Sicherheitsmaßnahme Nummer eins der Portier, der die Besucher beobachtet. Außerdem besteht eine direkte Verbindung zur Stadtpolizei.

Möglichen Bedrohungen von außen und innen scheinen hier die Vorarlberger Landeskrankenhäuser etwas sensibler zu begegnen. So verfügt jedes dieser Spitäler über ein sogenanntes „Notfallregister“ – eine Anleitung für das Personal mit allen möglichen Reaktionsmaßnahmen bei Gefahr im Fokus. Die Verhaltensregeln haben mehrere Vorgangsweisen gemein: Unterstützung aus den eigenen Reihen organisieren, verbale Aufforderung an das Gegenüber, den Raum zu verlassen, wenn möglich auf Distanz bleiben.

Alarmknopf

Eine besondere Sicherheitseinrichtung gibt es bisher in den Spitälern Feldkirch und Bregenz. So wurde in Zusammenarbeit mit der Polizei in drei Ambulanzen des LKH Feldkirch ein Alarm- beziehungsweise Notfallknopf installiert. Sobald Mitarbeiter diesen Knopf betätigen, ist die Polizei innert Minuten vor Ort. Auch im Landeskrankenhaus Bregenz verfügen die Mitarbeiter der Ambulanz über solche „Notfallpiepser“.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.