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Knapp 1000 Euro Strafe für die Veruntreuung eines schicken Autos

von Christiane Eckert

Finanzieller Engpass und Jobverlust brachten Rumänen in Zwickmühle.

Feldkirch. (ec) Just als er sich einen schicken neuen Wagen bestellte, wurde er arbeitslos, das brachte einem jungen Mann jetzt Ärger mit der Justiz ein. Denn obwohl er die Ansprüche der Kreditbank nicht mehr bedienen konnte, gab er das Auto nicht zurück.

Der junge Mann hat keine Exekutionen laufen und auch Privatkonkurs musste er bislang nicht beantragen. Doch als er sich den Audi A4 bestellte, ging sein Arbeitgeber in Konkurs, der Job war weg, das Einkommen geriet ins Stocken. Einen neuen Arbeitsplatz fand der stolze Autobesitzer nicht so schnell, angeblich hat er nun aber etwas in Aussicht. Er hoffte stets auf Entspannung seiner finanziellen Lage, doch bislang vergebens.

Schon einmal saß er wegen der Geschichte mit dem Audi vor Gericht, damals hatte man ihm im Rahmen einer Diversion angeboten, er könne eine Buße bezahlen und bleibe dann ohne Vorstrafe. „Ich wollte die Buße auch zahlen, aber ich habe es nicht geschafft“, erklärte der angeklagte Arbeitslose.

Doch statt den Wagen zurückzugeben, behielt der Beschuldigte das flotte Gefährt einfach. Der Restwert des Leasingwagens wurde mit
12.000 Euro beziffert, die Bank schickte Mahnschreiben und etliche Briefe, doch es kam weder Wagen noch Geld.

„Es war ein Fehler“

Schlussendlich erstattete die Firma Anzeige wegen Veruntreuung, ein Delikt mit einem Strafrahmen von drei Jahren. „Wenn man Dinge nicht bezahlen kann, muss man sie eben wieder zurückgeben und darf sie nicht einfach behalten“, macht ihm die Richterin klar. „Ja, das war ein Fehler“, bereut der Angeklagte.

Der Audi A4 wurde mittlerweile zurückgegeben. Der Mann muss der Kreditbank außerdem 150 Euro Unkosten für den Aufwand bezahlen. Dazu kommen 960 Euro Geldstrafe aus dem Schuldspruch wegen Veruntreuung. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verurteilter sind einverstanden.

Zweite Vorstrafe

Bezahlt der Mann seine Geldstrafe, die in 20 Raten zu je 48 Euro aufgeteilt wurde, nicht, muss er entweder eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten oder gemeinnützige Leistungen erbringen. Das ist die zweite Vorstrafe für den Rumänen. Mildernd wurde ihm sein vollumfängliches Geständnis angerechnet.

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