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AUS DEM BEZIRKSGERICHT. Vergehen des Einbruchsdiebstahls

Lange Finger im Reitstall

Sein achter Einbruch bringt den 27-Jährigen wieder ins Gefängnis. VN/HB

Sein achter Einbruch bringt den 27-Jährigen wieder ins Gefängnis. VN/HB

Nach ein wenig Alkohol und ein bisschen Drogen kam diebisches Verlangen.

Bregenz. (VN-gs) Da sich der 27-Jährige gerade „vorübergehend in Pension“ befindet, kann er sich den Verhandlungstermin am Bezirksgericht Bregenz problemlos einrichten. Immerhin geht es um einen Einbruchsdiebstahl in einen Unterländer Reitstall, bei dem der Mann 3600 Euro Bargeld erbeutet haben soll. Das gibt der 16-fach Vorbestrafte auch unumwunden zu. Und auch, dass ihm der „Bruch“ gerade erst mal ein, zwei Wochen nach seiner letzten Entlassung aus der Justizanstalt Feldkirch „passiert“ sei.

„Blöde Schnapsidee“

Eigentlich ungewöhnlich und unnötig, denn am nötigen Baren hätte es ihm damals nicht gefehlt, wundert er sich gegenüber Richter Christian Röthlin noch heute. Es sei nur eine „blöde Schnapsidee“ nach einer Zechtour gewesen.

Lediglich ein flüchtiger Einfall, der ihm und seinem Kollegen so ganz plötzlich in den Kopf geschossen sei. „Außerdem habe ich damals ein wenig getrunken. Und auch ein bisschen Drogen intus gehabt. Und weil ich damals aufgrund der Haft nichts mehr gewohnt war, kamen wir auf diese blöde Idee“, begründet er sein Motiv von damals.

„Aber warum gerade der Reitstall?“, will Röthlin wissen.

„Ich habe bereits vor meiner letzten Haft gehört, dass es dort etwas zu holen gebe“, antwortet der 27-jährige.

Und tatsächlich: Während der Kollege draußen Schmiere gestanden habe, hatte sich der Einbruch vorübergehend gelohnt. Das Geld sei in einem Beutel auf dem Tresen gelegen. Und im Behältnis habe er „viel grünes Papier“ gesehen.

„Also 200er Euro-Noten“, fällt ihm der Richter ins Wort.

„Ja, insgesamt 3600 Euro“, bestätigt der Beschuldigte.

Vier Monate Haft

Er ist geständig von Anfang an. Vielleicht, weil in dem gerichtserfahrenen Beschuldigten doch noch gerade die leise Hoffnung schlummert, seine Tat mit einer Geldstrafe büßen zu können. „Wissen Sie, ich hätte nächste Woche einen Job. Außerdem steht eine Therapie an. Wenn ich jetzt ins Gefängnis muss, mache ich danach wieder einen Blödsinn“, sagt er noch.

Doch bei 16 Vorstrafen, immerhin sieben davon wegen Einbruchsdiebstahls einschlägig, ist eine Geldstrafe hier nicht mehr drin. Nach der Verkündung des Urteils – vier Monate unbedingte Haft – bittet der 27-Jährige um drei Tage Bedenkzeit.

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