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Ersthelfer nach Horrorunfall: „Kam daher wie eine Rakete“

von Gerhard Sohm
Nicht nur für die Asfinag ein Held: Dietmar Schweighofer. Asfinag

Nicht nur für die Asfinag ein Held: Dietmar Schweighofer. Asfinag

Dietmar Schweighofer (45) barg Schwerverletzte aus Unfallauto im Bachbett.

Rankweil. Der spektakuläre Unfall ereignete sich am Montagnachmittag beim Rastplatz der Rheintalautobahn (A 14) in Rankweil (die VN berichteten). Eine 35-jährige Pkw-Lenkerin geriet von der Autobahn quer über das Rastplatzgelände ins Bachbett der Frutz. Ihr Auto durchschlug die Leitschiene und riss sie mit, mähte Verkehrsschilder nieder, durchbrach einen Zaun, überschlug sich und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand.

„Noch nie erlebt“

All dies unter den Augen des Asfinag-Mitarbeiters Dietmar Schweighofer, der beim Rastplatz gerade mit dem Streckendienst beschäftigt war und damit womöglich zum Lebensretter der Verunfallten wurde. Noch hörbar berührt vom Geschehenen, schilderte der 45-jährige Gaschurner den VN die bangen Augenblicke: „Ich hatte gerade die Reinigung der Toiletten beendet und wollte in den Bus einsteigen. Da hörte ich plötzlich ein lautes Krachen und untypische Geräusche.“ Sofort fiel sein Blick auf das Auto der Frau. „Sie war unglaublich schnell unterwegs, kam daher wie eine Rakete“, erinnert er sich. Ihr Wagen sei sogar unter einem großen Schild durchgefahren, ehe er im Bachbett auf dem Dach landete. „Ich arbeite jeden Tag auf der Autobahn und habe schon viele Unfälle erlebt. Aber so etwas noch nie“, beschwört der Mitarbeiter der Asfinag.

Ein zweiter Helfer

Und dennoch, so überrascht er war, so geistesgegenwärtig reagierte er auch: „Sofort alarmierte ich sämtliche Einsatzkräfte und lief dann zu dem Autowrack, und zwar mit gemischten Gefühlen.“ Schließlich habe er nicht gewusst, wie viele Personen sich in dem Auto befanden und ob sie noch am Leben waren. Außerdem habe der Pkw nach Benzin gerochen. „Wer weiß schon, wann der zu brennen anfängt“, befürchtete er zu recht. „Dann kam ein zweiter Zeuge vom Rastplatz. Er half mir, die Verletzte aus dem Auto zu bergen. Ich redete beruhigend auf sie ein, denn sie war ansprechbar, stand jedoch unter Schock. Ihr Gesicht war voller Blut.“

Sofort habe er mit der Ersthilfe begonnen. „Ich habe hierin nach drei Ausbildungskursen bei der Bergrettung Erfahrung, trotzdem kann man sich gar nicht vorstellen, wie schwierig es im Ernstfall ist, jemanden aus einem Fahrzeug zu bergen.“ Weitere Hilfe bekam der Gaschurner noch von einer Krankenschwester, die sich zufällig auf dem Radweg genähert hatte. Als später der Notarzt eintraf, kollabierte die Verunglückte. „Alles in allem kann ich sagen, für die Verunfallte war es noch Glück im Unglück“, resümiert Dietmar Schweighofer.

Die schwerverletzte Frau wurde nach dem Unfall ins LKH Feldkirch eingeliefert. Laut Polizei könne sie sich an nichts erinnern. 

<p class="caption">VN-Bericht vom 15. November 2016.</p>

VN-Bericht vom 15. November 2016.

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