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Verhasste Nachbarschaft

von Christiane Eckert

Mediziner soll Nachbarn mit Durchschneiden der Kehle gedroht haben. Ein Fall für das Gericht.

Feldkirch. (ec) Der bislang unbescholtene Arzt scheint beim Prozess am Landesgericht Feldkirch schockiert von den Anschuldigungen. Der Staatsanwalt wirft ihm vor, er habe seine Nachbarn bedroht.

Der Angeklagte habe sich dabei selbst mit dem Finger über die Kehle gestrichen und damit das Durchschneiden der Kehle angedeutet. Außerdem soll der erboste junge Mann einst mit einem Pkw derart waghalsig auf zwei Anrainer zugefahren sein, dass sie sich nur in Sicherheit bringen konnten, indem sie sich an die Wand drückten. „Diese Beschuldigungen sind einfach falsch“ behauptet der Doktor.

Schwelender Konflikt

Eigentlich wisse er nicht, warum die Nachbarn dies behaupten. Richtig sei jedoch, dass man schon länger im Clinch sei.

Die ungarischen Mitbewohner seien von Anfang an unangenehme Gesellen gewesen. Sie hätten immer viel Besuch gehabt, grundlos bei ihm an der Türe geklopft und seien oft betrunken gewesen. Man habe sich nicht einmal gegrüßt und seine Frau habe sich gefürchtet, wenn sie die Mitbewohner durch den Spion sah. Die Frau sei sogar einmal bei einem Handgemenge von einem der Männer verletzt worden. Der Kontrahent habe ein kleines Messer als Schlüsselanhänger gehabt, so die Verteidigung.

Alibi überprüft

Zunächst hielt sich der Mediziner mit seinem Alibi zurück. Unter anderem wollte er nicht, dass es am Arbeitsplatz zu falschen Vermutungen kommen könnte, wenn die Polizei beim Arbeitgeber nachfragt.

Der Angeklagte war außerdem zum Tatzeitpunkt angeblich wegen einer Bücherrückgabe in der Landesbibliothek in Bregenz. Die ungarischen Nachbarn sind zum Prozess nicht erschienen, ihre belastenden Vorwürfe müssen gerichtlich überprüft werden.

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