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Trunkenbold vermöbelt Soldat im Tanztempel

von Christiane Eckert

Ein Elektronikfachmann konnte weibliche Zurückweisung nicht ertragen und schlug zu.

Feldkirch. Der junge Mann hat einen Spitzenjob, verdient im Elektronikbereich über 6000 Euro netto. Er geht gerne aus, trinkt und feiert. Im Herbst vergangenen Jahres war er in einer Unterländer Diskothek, als ihm ein paar hübsche Mädchen ins Auge stachen. Der korpulente Mann tanzte in ihre Richtung und versuchte krampfhaft, mit ihnen zu flirten. Doch zu seiner Enttäuschung hatten die Damen, die in dem Tanzlokal einen Geburtstag feierten, kein Interesse. Als der Gast das nicht so recht akzeptieren wollte, mischte sich ein Bekannter der Lindauerinnen ein und riet dem Zudringlichen, sein Vorhaben abzublasen. Die Mädchen wollten ihre Ruhe. Diese Zurechtweisung ließ der volltrunkene Elektronikexperte nicht auf sich sitzen. Er schlug zu.

Blutende Wunde

Das Opfer, ein deutscher Soldat, trug eine Rissquetschwunde oberhalb des Auges davon. Die blutende Wunde musste genäht werden. „Ich sah noch ein bis zwei Monate verschwommen, hatte immer wieder Sehstörungen“, berichtet der Verletzte. Dafür will er Schmerzensgeld, und das bekommt er auch. 2000 Euro werden dem jungen Mann zugesprochen. Doch mit dem Schlag gegen den Gast war noch nicht genug. Bedienstete des Lokals lösten in der Disco Alarm aus, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Securities suchten den Schläger und fanden ihn auch. Sie bugsierten ihn zum Notausgang hinaus, doch da legte der rabiate Trunkenbold erneut los. Die Angestellten konnten den Mann jedoch fixieren.

„Scheiß Türke, Scheiß Lümmel! Ich stech’ dich ab, wenn du mich noch einmal angreifst!“, drohte der Discogast. „Ich glaube nicht, dass ich das gesagt habe, das entspricht nicht meinem Wesen“, kann sich der Angeklagte nicht vorstellen, dass er diese Drohung ausgestoßen hat. Was den Schlag gegen den anderen Gast betrifft, tut es ihm leid. „Ich kann mich an nichts erinnern, aber vieles spricht dafür, dass es so gewesen ist“, räumt der bislang Unbescholtene ein.

Keine Vorstrafe

Mit einer Diversion ist er einverstanden, denn eine Vorstrafe macht sich in keinem Leumundszeugnis gut. 2000 Euro Buße werden verhängt, 2000 Euro erhält das Opfer, damit ist die Sache vom Tisch.

Aber es spricht vieles dafür, dass es so gewesen ist.

Der Angeklagte
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