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Zum Gedenken

Hilda Reis

Hohenems. Kürzlich verstarb in Hohenems Frau Hilda Reis, die allseits bekannte Wirtin zum „Frühlingsgarten“. Ein langes und erfülltes Leben ist damit zu Ende gegangen.

Hilda Reis wurde 30. Mai 1927 als erstes der vier Kinder von August und Anna Reis in Hohenems geboren. Sie wuchs behütet im Haus Kaiser-Franz-Josef-Str. 9, im „Frühlingsgarten“ in Hohenems auf. Die unbeschwerte Kinder- und Jugendzeit nahm mit dem Tode der Mutter ein jähes Ende, denn Hildas jüngste Schwester Eugenie war zu diesem Zeitpunkt erst sieben, und Hilda übernahm fortan die Mutterstelle. Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule sowie der Handelsakademie in der Mehrerau in Bregenz, wo sie auch maturiert hat, war sie ein Jahr kaufmännische Angestellte bei der Firma J. G. Reis, ehe sie, bedingt durch die familiären Umstände, in den elterlichen Betrieb wechselte, wo sie nun in Gastwirtschaft und Haushalt tätig war.

Hilda Reis war schon in ihrer Schulzeit als sehr klug und strebsam aufgefallen, und so war es für sie klar, dass sie sich im „Frühlingsgarten“ stets selbst um die Buchhaltung samt Erstellung der jährlichen Bilanz kümmerte – und das bis zur Schließung im Jahr 2013. Aber nicht nur in der Schule, sondern auch im Sport war Hilda Reis herausragend. Neben dem Skifahren war auch das Reiten eines ihrer sportlichen Hobbies, und so verwundert es nicht, dass sie an so manchem Umzug in Hohenems hoch zu Ross teilnahm.

Ihre Tätigkeit als Wirtin im „Frühlingsgarten“ füllte Hilda Reis mit großer Leidenschaft aus. Sie war eine „Wirtin mit Leib und Seele“. Das bezeugen die vielen Gäste und die große Zahl treuer Stammgäste, die gerne bei ihr einkehrten. Hilda Reis hing an ihrer Wirtschaft, und Pensionierung war für sie bis ins hohe Alter kein Thema. Erst als ihre gesundheitliche Situation es nötig machte, entschloss sie sich im hohen Alter von 86 Jahren, die Gastwirtschaft endgültig zu schließen, was für sie ein überaus schwerer, aber vernunftorientierter Schritt war. Fortan machten sich die Beschwerden des Alters vermehrt bemerkbar, und das Gehen fiel Hilda immer schwerer. Der lebenslange enge Kontakt mit ihren beiden noch lebenden Geschwistern Anton und Eugenie verstärkte sich nun noch mehr.

Obwohl Hilda Reis zusehends abbaute, kam das Sterben doch überraschend, als sie daheim im „Frühlingsgarten“ für immer ihre Augen schloss. Mit ihrem Tod ist eine der „alten Emserinnen“ heimgegangen. Welch anderes Lied als das „Emser Lied“, das zum Schluss der Trauerfeierlichkeiten erklang, hätte da wohl besser gepasst?

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