IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG!
Hier klicken und mitmachen!

Kleinwalsertal heizt mit Holz

Durch Förderung von EU, Bund und Land konnte das Heizwerk errichtet werden. Foto: Bioenergie Kleinwalsertal

Durch Förderung von EU, Bund und Land konnte das Heizwerk errichtet werden. Foto: Bioenergie Kleinwalsertal

Aus einer Privatinitiative entstand das Projekt Bioenergie Kleinwalsertal. EU beteiligt sich mit Förderung.

Hirschegg. (VN-jun) Vom großen Hotel bis zum kleinen Einfamilienhaus: 171 Objekte versorgt das Biomasseheizwerk im Kleinwalsertal mittlerweile mit Wärmeenergie. Sie alle beziehen ihre Wärme über die Verwertung von Holz aus der Region. Dadurch spart das Tal zirka zwei Millionen Liter Heizöl pro Jahr, also 6000 Tonnen CO2.

Im Jahr 2008 brachte eine Privatinitiative den Stein ins Rollen. Ein Bürger wollte für sich und seinen Nachbarn ein kleines Hackschnitzelwerk errichten. Da sich immer mehr Leute aus der Region und auch die Gemeinde dafür interessierten, wurde die Raiffeisen Bank im Kleinwalsertal als Projektberater hinzugezogen. 2009 entschied man sich dann dafür, eine Abnehmergenossenschaft zu gründen.

Ohne Förderung kein Heizwerk

Nun stellte sich die Frage der Finanzierung. Das Kapital der Genossenschaft reichte nicht aus. Deshalb bürgte die Raiffeisen Bank und gewährte der Genossenschaft mehrere Kredite. Zudem erhielt das Projekt gleich drei Förderungen. Über das EU-Regionalförderprogramm EFRE gab es drei Millionen Euro Zuschuss. Zudem steuerten Bund und Land in einer zweiten Förderstufe nochmals über 195.000 Euro bei. Vom Land Vorarlberg gab es noch eine Waldhackgutförderung in Höhe von über 658.000 Euro. „Ohne die Förderung der EU hätten wir das Heizwerk nicht errichten können. Ich muss aber auch das Land Vorarlberg hervorheben, das ebenso einen großen Anteil an der Realisierung des Projekts hat“, sagt Bernhard Hatzer, Obmann der Bioenergie Kleinwalsertal.

Knapp ein Jahr nach der Baugenehmigung konnten die Hackschnitzelkessel im September 2011 in Betrieb genommen werden. Das Leitungsnetz nach Hirschegg und Riezlern wurde ausgebaut und beträgt mittlerweile 14,8 Kilometer. „Leider ist es momentan technisch noch nicht, möglich den Ort Mittelberg mit Wärmeenergie zu versorgen“, sagt Hatzer. Trotzdem zieht er ein positives Fazit aus dem Projekt: „Das Heizwerk ist im Tal sehr gut etabliert, und wir genießen einen guten Ruf. Mit dem Projekt haben wir einen wesentlichen Beitrag zu einer ökologischen Energiebereitstellung geliefert.“

Projektdaten

Projektlaufzeit

Jänner 2009 bis Dezember 2014

 

Gesamtinvestitionskosten bis heute
14,2 Millionen Euro

» 3.021.514 Euro EFRE-Förderung

 

Projektpartner

Raiffeisen Holding Kleinwalsertal, Mitglieder der Genossenschaft Bioenergie Kleinwalsertal

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.