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Neue Lebensader für die Gemeinde Lustenau

von Klaus Hämmerle

Betriebsgebiet Heitere samt Erschließungsstraße soll am Ortsrand ab 2019 entstehen.

Lustenau. Rund 1000 Arbeitsplätze in circa 30 Betrieben auf einer Fläche von 14 Hektar, dazu eine Erschließungsstraße mit großem Potenzial für eine Verkehrsreduktion auf anderen Routen in die Gemeinde: So soll das neue Betriebsgebiet Heitere im Südwesten von Lustenau einmal aussehen.

Großes Zukunftsprojekt

Gerne breitet der Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer (53, ÖVP) die Pläne auf der ganzen Fläche seines Bürotisches auf, wenn es um die „Heitere“ geht. „Es ist dies eines der großen Zukunftsprojekte für unsere Gemeinde“, sagt der Gemeindechef mit Bestimmtheit. Noch sind die verschiedenen Grundstücksabschnitte auf dem Plan verschiedenfarben: Jene, die bereits der Gemeinde gehören, jene, die noch im privatem Besitz sind.

Rund 60 Grundstücksstreifen sind bereits schon öffentliches Gut, rund 50 befinden sich im Privateigentum. „Wir verhandeln mit den Besitzern, damit wir ihre Grundstücke ablösen können“, erklärt der Lustenauer Bürgermeister. Abgeschlossenen sind bereits die Umlegungsplanungen. Das heißt konkret: Die Umgestaltung der Grundstücksstreifen in Flächen, auf denen die Errichtung eines Betriebes möglich ist.

Radwege, Bepflanzung

Nach vollzogener Umlegung kommt die Umwidmung der Freiflächen in Industrie- und Gewerbeflächen – ein Formal­akt hofft der Bürgermeister. Erschlossen werden soll das betreffende Gebiet durch eine Straßenspange zwischen der L 203 von Dornbirn nach Lustenau und der L 204 von Hohenems in die Gemeinde. Radwege und dichte Bepflanzung sollen dafür sorgen, dass die Wohngebiete in der Heitere geschützt bleiben.

Froh ist Kurt Fischer darüber, „dass jene Flächen, die wir für die Verbindungsstraße brauchen, schon im Besitz der Gemeinde sind. Wir können sie also bauen, wann wir wollen.“ Ob die Verbindung auch tatsächlich eine Gemeindestraße bleibt, will Fischer nicht sagen.

Verkehr aufgeteilt?

Der Straßenspange zwischen L 203 und L 204 misst der Gemeindechef eine weit über die Betriebsgebietserschließung reichende Bedeutung hinaus zu. „Sie wird mit dem entstehenden Autobahnknoten Rheintal Mitte die Frequenz vom Knoten Dornbirn-Süd reduzieren und überdies auch das Verkehrsaufkommen auf der unteren Forststraße. Ich sage das auch vor dem Hintergrund einer möglichen Ansiedlung von Ikea im Millenniumpark und des bald fertigen McDonald’s“, argumentiert der Bürgermeister weiter.

Bezüglich des möglichen Baus eines großen Möbelhauses am Ortstrand von Lustenau hat sich längst eine hitzige Diskussion entzündet. So befürchten Ikea-Gegner etwa eine noch weitere Zunahme des Verkehrs und höhere Belastungen für die Bevölkerung.

Nicht nehmen lässt sich Kurt Fischer seine hohen Erwartungen an das Betriebsgebiet Heitere. „Für uns ist das eine große Chance für wirtschaftliche Weiterentwicklung, auch mit der Möglichkeit für neue Einnahmen, die wir sehr gut brauchen können.“

Für alle interessant

In der Heitere sollen insbesondere alteingesessene Lustenauer Produktionsbetriebe mit Wachstumsambitionen ihren Platz finden. „Aber grundsätzlich ist jeder willkommen“, betont Fischer, der auch immer wieder seinen Vorgänger Hans-Dieter Grabher lobend als jenen erwähnt, der durch seine aktive Bodenpolitik die Grundvoraussetzungen für das Betriebsgebiet Heitere geschaffen hat.

Wir sind froh, dass die Flächen für die Verbindungsstraße schon im Besitz der Gemeinde sind.

Kurt fischer, bürgermeister

Fakten

Betriebsgebiet Heitere:

» Gesamtfläche: 14 Hektar

» 60 Grundstückstreifen

» Die Hälfte im Besitz der Gemeinde

» Erhoffter Baubeginn für Straße: 2019

» Erhoffter Start für Betriebsansiedelungen: 2019

» Kapazität: circa 30 Betriebe

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