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Liste der e5-Gemeinden wächst um vier Orte

Hard, Kennelbach, Koblach und Sulzberg bekamen Energie­effizienz-Zertifikate.

Schwarzach. (VN-pes) Die Zahl der energieeffizienten Vorarlberger Gemeinden wächst weiter: Am gestrigen Donnerstag wurden mit Hard, Kennelbach, Koblach und Sulzberg vier neue Mitglieder in den Club der e5-Kommunen aufgenommen, der damit auf 38 anwächst. Sieben weitere warten auf die Zertifizierung. Knapp 80 Prozent der Vorarlberger Bevölkerung leben damit in einer Gemeinde des e5-Programms, rechnet das Energieinstitut vor.

Das e5-Programm läuft europaweit. Gemeinden können mit klimafreundlichen Maßnahmen in einem dreijährigen Prozess ein Zertifikat erlangen, mit dem ihnen zwischen einem und fünf „e“ verliehen werden, je nachdem, wie sie ihre energiepolitischen Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Mit Zwischenwasser und Mäder auf den Plätzen vier beziehungsweise sieben hat Vorarlberg zwei europäische Top-Ten-Gemeinden.

Individuelle Maßnahmen

In der frisch gebackenen Drei-“e“-Gemeinde Sulzberg hat man im Zuge der Zertifizierung alte Kirchwege wieder reaktiviert. Eine klimafreundliche Maßnahme? „Ja“, sagt Karlheinz Kaspar, e5-Programmleiter beim Energieinstitut. „Denn wenn ich mein Ziel zu Fuß über solche Wege erreichen kann, muss ich nicht ins Auto steigen und rund um das Dorf fahren“, erklärt er. Wenn man dann doch mal ein Auto braucht, um von Sulzberg ins Tal zu fahren, kann man bei der Gemeinde eines von vier E-Autos mieten.

Hard punktet vor allem mit seinem Radwegekonzept. „Hard hatte die erste Fahrradstraße in Vorarlberg. Man setzt dort sehr stark auf Öffis und Radwege“, sagt Kaspar. Die Bodenseegemeinde ist mit vier „e“ der beste Neueinsteiger.

Koblach verfügt jetzt beim Gemeindeamt über eine neue Photovoltaikanlage, die mit Investitionen von Bürgern gebaut wurde. Über zehn Jahre bekommen die ihr investiertes Geld plus zehn Prozent zurückbezahlt. In Kennelbach, dem vierten Neueinsteiger, werden jetzt alle kommunalen Gebäude mit Ökostrom versorgt.

Nenzing und Schwarzach haben heuer ihr Zertifikat erneuert. In Nenzing kommt die Heizung der öffentlichen Gebäude aus selbst produzierter Fernwärme, in Schwarzach regt eine ausgefeilte Radinfrastruktur dazu an, statt des Autos öfter das Rad zu verwenden. „Es ist recht hart, seine ,e‘ zu halten“, sagt Karl-Heinz Kaspar: „Für eine Rezertifizierung muss man ständig neue Maßnahmen setzen.“

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