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“Habe auch als Jäger mit Heliskiing kein Problem”

von Anton Walser
„Heliskiing erfolgt auch im Interesse der Sicherheit“, führen Lecher Bergretter ins Treffen. Foto: VN/Hofmeister

„Heliskiing erfolgt auch im Interesse der Sicherheit“, führen Lecher Bergretter ins Treffen. Foto: VN/Hofmeister

Lech, Bregenz. (VN-tw) Das Pro und Kontra in Sachen Heliskiing am Arlberg geht weiter. Während vor allem Naturschützer die Möglichkeit, sich mit dem Helikopter auf zwei Gipfel am Arlberg fliegen zu lassen, strikt ablehnen, votieren Touristiker, Hoteliers und Liftbetreiber vehement dafür. Faktum ist, dass das Unternehmen Wucher beim Land um eine Verlängerung der Sondergenehmigung für Heliskiing bis 2021 angesucht hat. Es geht dabei um durchschnittlich 250 Flüge pro Wintersaison.

“Sicherheitsfaktor fürs Land”

Tiefschneefans dürfen sich nur wochentags fliegen lassen. An Sonn- und Feiertagen herrscht Heliskiing-Verbot. Ein Flug mit Bergführer und drei Wintersportlern zu den bisher genehmigten Gipfeln Schneetäli und Mehlsack schlägt mit Kosten zwischen 410 und 470 Euro zu Buche. Für Ludwig Muxel (61), Bürgermeister von Lech, steht entgegen aller Kritik fest, dass der im Neubau befindliche Heliport in Zürs einen Sicherheitsfaktor fürs Land darstellt. „Wenn im Tal wegen Nebel nicht gestartet werden kann, können lebensrettende Hubschrauber-Einsätze oft nur von Zürs aus geflogen werden“, betont Muxel, der “auch als Jäger kein Problem mit Heliskiing hat”. Auch Manfred Meusburger, Chef der Bergrettung Lech, fordert die Beibehaltung von Heliskiing: „Für uns zählt nur das Thema Sicherheit, und dazu zählen erfahrene Piloten, die viele Wintereinsätze fliegen.“

Versorgungsflüge einstellen?

Der in Zürs stationierte Notarzthubschrauber „Gallus 1“ wird im Winter von der Bergrettung Vorarlberg in Kooperation mit Wucher betrieben, damit die stark erhöhten Rettungseinsätze in dieser Zeit abgewickelt werden können. Heliskiing vergleicht er mit den Versorgungsflügen für Alpenvereinshütten, die Getränke und Lebensmittel für Bergsteiger liefern. „Wenn es um den Naturschutz geht, müssten Versorgungsflüge auch eingestellt werden, denn die Natur unterscheidet nicht, ob Bergsteiger beliefert oder Skifahrer auf einen Gipfel geflogen werden.” Im Landhaus, wo in der Abteilung von Statthalter Karlheinz Rüdisser (62, VP) über die Verlängerung der Sondergenehmigung entschieden wird, herrscht geteilte Meinung: Während Umweltlandesrat Johannes Rauch (57, Grüne) gegen Heliskiing ist, hält Forstlandesrat Erich Schwärzler (63, VP) es “in der jetzigen, eingeschränkten Form für verträglich”.

Die jetzige, eingeschränkte Form von Heliskiing am Arlberg halte ich aus meiner Sicht für verträglich.

Erich Schwärzler, Forstlandesrat
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