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1000 Papiertauben für Kinderrechte

Den Baum, in dem Papiertauben herumfliegen, haben Schüler der Mittelschule Lochau für die Kampagne gebastelt. FOTO: SOS-KinderDorf

Den Baum, in dem Papiertauben herumfliegen, haben Schüler der Mittelschule Lochau für die Kampagne gebastelt. FOTO: SOS-KinderDorf

Kinderrechte-Kampagne von SOS-Kinderdorf weist auf Ungerechtigkeiten gegenüber Flüchtlingskindern hin.

dornbirn. (VN-hrj) In Österreich sind viele Flüchtlingskinder in großen Heimen untergebracht – ohne altersgerechte Betreuung, ohne Bezugspersonen. Sie sind traumatisiert, aber Therapieplätze gibt es für sie kaum. Sind sie 15 Jahre alt, verlieren sie das Recht auf Schule, auch ein Ausbildungsplatz bleibt ihnen vielfach verwehrt.

Mit der Kampagne „#gleicheChancen – echte Hoffnung“ macht das SOS-Kinderdorf auf Ungerechtigkeiten aufmerksam, denen junge Flüchtlinge ausgesetzt sind. Denn sie werden in Österreich als Asylsuchende behandelt und nicht als das, was sie in erster Linie sind: Kinder und Jugendliche. Im Rahmen dieser Kampagne fordert SOS-Kinderdorf unter dem Motto „Nur so kann Integration gelingen“ die Gleichbehandlung von minderjährigen Flüchtlingen und österreichischen Kindern.

Mit Veranstaltungen im öffentlichen Raum, politischer Lobbyarbeit und über die sozialen Medien, möchte SOS-Kinderdorf für dieses Thema sensibilisieren. Möglichst viele Menschen sollen dazu motiviert werden, aktiv teilzunehmen, indem sie nach der japanischen Faltkunst Origami Papiertauben falten. Ziel ist es, 1000 Tauben zu sammeln. Denn nach einer fernöstlichen Überlieferung geht beim Falten von 1000 Origamifiguren ein Wunsch in Erfüllung. SOS-Kinderdorf wünscht sich gleiche Rechte für alle Kinder. Im ganzen Land falten, fotografieren, sammeln und teilen Schüler und Kindergartenkinder nun bunte Hoffnungsträger für gleiche Chancen. Darunter sind Schüler der HLW Rankweil, der HAK Bregenz, der FW Dornbirn, der Mittelschule Lochau, des BG Gallus. Zu den teilnehmenden Kindergärten zählt das KinderHaus Dorf in Lochau. Auch in der SOS-Kinderdorf Jugend-WG in Bregenz setzen junge Bewohner ein Zeichen für gleichaltrige junge Asylsuchende.

„Wir leben in einem wunderbaren Land, in dem es genügend Möglichkeiten gibt, füreinander da zu sein. Beflügeln und ertüchtigen wir jene Geschöpfe, die unsere Zukunft sind: alle Kinder dieser Welt“, sagt Angelika Schwarzmann, Bürgermeisterin in Alberschwende, dem Geburtsort Hermann Gmeiners. Schwarzmann, die sich selbst am Taubenfalten beteiligt hat, bezieht sich dabei auf die Worte des SOS-Kinderdorf-Gründervaters: „Alle Kinder dieser Welt sind unsere Kinder.“

„Integration gelingt dort, wo Menschen zusammenkommen und sich aufeinander einlassen und vor allem den einzelnen Menschen hinter dem Wort Flüchtling sehen“, sagt Gerd Konklewski, SOS-Kinderdorf-Leiter in Vorarlberg. „Grundstein jeder Integration ist die Sprache. Gerade junge Flüchtlinge benötigen die gleichen Chancen im Bereich Schule und Arbeit für eine nachhaltige Integration, gemeinsam mit österreichischen Jugendlichen und Lehrlingen.“

Besuch bei Kanzler Kern

Bisher wurden österreichweit knapp 4000 Papiertauben gefaltet und über die sozialen Medien unter #gleicheChancen geteilt. Die im Rahmen der Kampagne gefalteten realen Papiertauben übergibt SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser am 15. November Bundeskanzler Christian Kern. Die virtuellen Tauben werden über die sozialen Netzwerke verbreitet.

Papiertauben kann man noch bis heute, Donnerstag, 12 Uhr, in Dornbirn, Quellenstraße 3a, abgeben.

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