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Erster Zika-Fall im Land gemeldet

von Marlies Mohr
Diese winzige Mücke lehrt viele Gesundheitsdienste und Reisende das Fürchten. Und sie rückt immer näher. Foto: Afp

Diese winzige Mücke lehrt viele Gesundheitsdienste und Reisende das Fürchten. Und sie rückt immer näher. Foto: Afp

Der Betroffene ist ein Reiserückkehrer. Infektion ist laut Meldesystem milde verlaufen.

bregenz. (VN-mm) Nun hat auch Vorarlberg seinen ersten Zika-Fall. Wie Gesundheitslandesrat Christian Bernhard in einer Anfragebeantwortung an  ÖVP-Gesundheitssprecherin Martina Rüscher erklärt, handelt es sich beim Betroffenen um einen Reiserückkehrer. Zudem wurden drei an Dengue-Fieber erkrankte Personen sowie drei Malariafälle gemeldet. Alle haben sich demnach in Risikoländern infiziert. Schwere Verläufe gab es nicht. Es seien lediglich die klassischen grippeähnlichen Symptome aufgetreten. Wie Bernhard weiter ausführt, können die entsprechenden Blutuntersuchungen auch in Vorarlberg durchgeführt werden. Untersuchungen auf Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber und das West-Nil-Fieber sind im infektionsserologischen Labor des Pathologischen Instituts am LKH Feldkirch schon länger möglich. Seit dem heurigen Sommer gilt das auch für Untersuchungen auf das Zika-Virus.

Umfassende Information

Was die Information der Spitalsärzte sowie niedergelassenen Mediziner über neuartige Infektionskrankheiten bzw. deren Überträger betrifft, ergeht durch das Gesundheitsministerium eine Meldung an die jeweilige Landesregierung. Der dortige öffentliche Gesundheitsdienst sowie die Bezirkshauptmannschaften übernehmen dann zeitnah die Information aller Ärzte. Im Bedarfsfall ergeht über die Medien auch eine Meldung an die Bevölkerung. Weiters werden die Warnungen laut Bernhard auch den an Vorarlberg angrenzenden Gesundheitsämtern in Liechtenstein, der Schweiz und Bayern zur Kenntnis gebracht.

Wie in den VN berichtet, hat auch der Blutspendedienst des Roten Kreuzes auf das vermehrte Auftreten von Infektionen durch exotische Insekten reagiert. Nach einem Aufenthalt in einem Risikoland darf während einer bestimmten Zeit kein Blut gespendet werden. Das Land wiederum beauftragte im vergangenen Jahr die Agentur für Gesundheits- und Ernährungssicherheit (AGES) mit einer flächendeckenden Untersuchung der Mückenpopulation. Dabei wurde, wie ebenfalls berichtet, an allen untersuchten Stellen, die sich vom Leiblachtal über das Rheintal, Teile des Bregenzerwaldes bis nach Braz und Schruns zogen, die Asiatische Buschmücke nachgewiesen. Da diese Mücken unter anderem als Träger des West-Nil-Virus bekannt sind, wurden sämtliche aufgefundenen Insekten auch dahingehend überprüft. Es konnte in keiner der untersuchten Mücken das West-Nil-Virus oder ein anderes exotisches Virus nachgewiesen werden. Zum Vergleich: In Wien bestätigte sich die Etablierung des West-Nil-Virus in der Stechmückenpopulation.

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