IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG!
Hier klicken und mitmachen!

Entwarnung für Möggerer Hühner

von Klaus Hämmerle
Tote Wildvögel. Was erwartet uns heuer noch? Foto: VN/Hartinger

Tote Wildvögel. Was erwartet uns heuer noch? Foto: VN/Hartinger

Klarheit nach Testserie: Die 3000 Tiere leiden nicht an Vogelgrippe und haben sich erholt.

Möggers. (VN-hk,mm). Der Großglockner ist Peter Schneider, dem Besitzer des unter Vogelgrippeverdacht geratenen Geflügelbetriebs in Möggers, vom Herzen gefallen. Die umfangreichen aktuellen Tests, die aus nicht weniger als 160 Proben vom vergangenen Sonntag gemacht wurden, haben bewiesen: Seine 3000 Tiere leiden nicht an Vogelgrippe, sie können am Leben bleiben.

Dramatische Tage

„Zuvor allerdings hatte sich der Verdacht erhärtet, die Tiere könnten den H5N8-Virus haben. Bei den Hühnern war ein Leistungsrückgang sowie ein geringerer Futterverbrauch festgestellt worden. Die Herde wirkte lustlos und krank. Das sind die ersten Symptome der Vogelgrippe. Auch hatten die ersten Untersuchungen die Existenz eines Antikörpers im Blut belegt. Und das alles vor dem Hintergrund der Vorfälle beim Harder Betrieb“, schildert Landesveterinär Norbert Greber (51) die dramatische Entwicklung der vergangenen Tage.

Auch der Landesveterinär ist freilich erleichtert, dass sich der fatale Verdacht letztlich nicht bestätigte. „Jetzt hat sich die Herde sogar wieder leicht erholt. Die Symptome sind zurückgegangen. Das würde nicht passieren, trügen sie den H5N8-Virus in sich.“

Erleichterung

Auch Landwirtschaftslandesrat Erich Schwärzler ist über die Testergebnisse hoch­erfreut. „Wir sind wirklich froh darüber, dass der Landwirtschaft im Land dieser Schlag erspart geblieben ist. Man kann sich nicht vorstellen, was ein Tierbesitzer durchmacht, wenn ein solcher Verdacht in der Luft liegt. Gott sei Dank liegt jetzt Gewissheit im positiven Sinne vor“, drückt Schwärzler seine Erleichterung aus.

Kein Glück hatte – die VN berichteten – der Geflügelbetrieb Flatz in Hard. Dort sind mittlerweile sämtliche 1100 Puten von Seuchenexperten getötet und fachgerecht entsorgt worden. Gemeinde und Land haben der schwer getroffenen Familie ihre Unterstützung zugesagt.

Gefährlicher Winter

Warum schlägt die Vogelgrippe ausschließlich im Winter zu? „Weil die Winterzeit immer Seuchenzeit ist. Das hat damit zu tun, dass die Erreger durch die Kälte konserviert werden und sich daher lange halten. Eine Übertragung kann sehr leicht passieren“, erklärt ein Seuchenexperte vom Land. Die Übertragung auf Stalltiere geschieht zumeist durch Wildvögel. Da sie mobil sind und ihren Kot überall absetzen, ist der Kontakt mit Stallgeflügel jederzeit möglich.

Entwarnung kann daher auch im Lichte des guten Ausgangs der Vorfälle von Möggers noch lange nicht gegeben werden. Behörden und Experten mahnen weiterhin zur Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen. Dies gilt vor allem im Bereich des Seeufers sowohl in Vorarlberg, als auch in der Schweiz und in Deutschland.

Der Verdacht auf den Virus hatte sich zuerst erhärtet, aber Gott sei Dank letztlich nicht bestätigt.

Norbert Greber
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.