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Güterterminal soll an A 14 angeschlossen werden

von Michael Gasser
Bedarfsanalyse läuft: Ein Vollanschluss der A 14 im Bereich Güterterminal ist Voraussetzung für die Planungen eines Megabetriebsgebietes.  Foto: VN

Bedarfsanalyse läuft: Ein Vollanschluss der A 14 im Bereich Güterterminal ist Voraussetzung für die Planungen eines Megabetriebsgebietes. Foto: VN

Bedarfsanalyse für Vollanschluss läuft: Land von Notwendigkeit überzeugt.

lauterach. Das Vorhaben ist ambitioniert. Die beiden Hofsteiggemeinden Wolfurt und Lauterach planen im Umfeld des Güterterminals ein Megabetriebsgebiet. In mehreren Etappen könnten bis zu 5000 neue Jobs entstehen. Auch die beiden bereits bestehenden Industriegebiete „Lauterach Süd“ und „Hohe Brücke“ wachsen. Heute arbeiten dort 2000 Menschen.

Die bestehende Verkehrsinfrastruktur gerät schon jetzt zeitweise an ihre Grenzen. Gründe dafür gibt es mehrere. So haben die Zollbehörden die Gütervorabfertigung an den Terminal verlegt, um die Siedlungsgebiete an den Grenzen zu entlasten. Zudem sorge die Währungssituation für eine Zunahme des Güterverkehrs in die Schweiz, sagt Jörg Zimmermann, Verkehrsexperte des Landes. „Durch die stetige Entwicklung des Betriebsgebiets und den Ausbau des Terminals erwarten wir eine weitere Zunahme des Verkehrs.“

Analyse läuft

Für das Land und die beiden Gemeinden ist das Megabetriebsgebiet „Neu Wiesn“ nur dann realisierbar, wenn die entsprechende Verkehrsin­frastruktur geschaffen wird. Herzstück dabei ist der Vollanschluss der A 14 im Bereich des Güterterminals. Seit Beginn des Jahres läuft dazu eine „Erweiterte Strategie Analyse (ESA)“. Sie ist Voraussetzung für Bauprojekte der Asfinag in dieser Größenordnung und soll die Notwendigkeit der Maßnahmen dokumentieren.

Beim Land selbst gibt es an der Notwendigkeit wenig Zweifel: „Natürlich hat dieses Projekt eine hohe Priorität auch in Hinblick auf den Wirtschaftsstandort“, sagt Jörg Zimmermann im VN-Gespräch. Deshalb habe man auch gemeinsam mit Asfinag, ÖBB und den beiden Gemeinden die Analyse initiiert. Gleichzeitig liege auch ein Fokus auf der inneren Verkehrserschließung des neuen Betriebsgebiets.

Hinter den Kulissen laufen die Planungen auf Hochtouren. Bereits im ersten Quartal 2017 soll der Bericht vorliegen. „Dann werden die weiteren Planungsschritte und Verfahren abgestimmt“, so der Verkehrsexperte weiter.

Dass der Verkehr im Bereich Dornbirn-Nord und dem Güterterminal wächst, ist offensichtlich. Das zeigen die Staus beim Kreisverkehr des bestehenden Autobahnanschlusses. Zimmermann spricht hier von zeitweiser Überlastung, gleichzeitig sei in Lauterach selbst auf dem niederrangigen Straßennetz eine Stagnation eingetreten, wie aktuelle Verkehrszahlen zeigen.

Und auch die Prognosen sprechen eine deutliche Sprache. Die Steigerungsrate liegt bei rund einem Prozent jährlich. Bis 2030 würde, so die Schätzungen der Experten, der Schwerverkehr in diesem Bereich um 15 Prozent zulegen, der Pkw-Verkehr um 14 Prozent.

Mit der allgemeinen Verkehrszunahme müsse man beim geplanten Betriebsgebiet auch ein großes Augenmerk auf den öffentlichen Verkehr legen. So gibt es Pläne für den Ausbau der Bahnhaltestelle. Zudem wird ein neuer Radweg errichtet. Und es brauche eine innere Erschließung des Betriebsgebiets mit ausreichend Kapazitäten. „Mit einem Vollanschluss wird dem Autobahnverkehr die Möglichkeit gegeben, auf das untergeordnete Straßennetz auszuweichen. Wenn das nicht ausreichend dimensioniert ist, gibt es dort Probleme.“ Relevanz hat ein Vollanschluss zudem für die Planungen der Riedstraße. Beide Varianten müssten berücksichtigt werden, so der Verkehrsexperte .

Bei aller strategischen Komplexität wäre das Vorhaben baulich recht einfach realisierbar. Vorarbeiten für eine Rampe wurden bereits getätigt. Offen ist indes der finanzielle Rahmen. Der Kostenschlüssel soll im Rahmen der Analyse geklärt werden.

Die Position ist klar, dass wir den Vollausbau unterstützen.

Jörg Zimmermann, Verkehrsexperte
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