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Gebietskrankenkasse wieder auf Gewinnkurs

von Marlies Mohr

Die ursprünglich schlechten Prognosen haben sich nun ins Positive gedreht.

Dornbirn. (VN-mm) Düster nahmen sich die Prognosen noch zur Jahresmitte aus. Rund 890.000 Euro schwer wog das Loch, in das die Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK) heuer zu schlittern drohte. Doch nun hat sich die Situation ins Positive gedreht. „Wir werden mit einem Plus von gut 100.000 Euro abschließen“, berichtet Obmann Manfred Brunner hörbar erleichtert. Der Gewinn wird in die Rücklagen einfließen, die dann insgesamt 32 Millionen Euro umfassen. Das sind fünf Prozent des Leistungsaufwands eines Jahres. „Ein gutes Polster“, konstatiert Brunner zufrieden. Es könnte angesichts der demografischen Entwicklung jedoch dringend nötig sein. In Vorarlberg nimmt die Zahl der über 65-Jährigen nämlich überproportional zu. Damit steigen auch die Gesundheitskosten deutlich an. Derzeit versorgt die VGKK rund 324.000 Anspruchsberechtigte.

Höhere Beitragseinnahmen

Bis auf drei Ausnahmen schreiben alle 14 Krankenversicherungsträger in diesem Jahr schwarze Zahlen. Mit Stand 15. November beträgt der vorläufige Gebarungsüberschuss laut dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger insgesamt 80 Millionen Euro. Auch die VGKK darf sich entgegen aller Vorhersagen doch noch zu den Gewinnern zählen. Der Hauptgrund liegt laut Manfred Brunner in den Beitragseinnahmen, die deutlich stärker gestiegen sind als angenommen. Der Leistungsaufwand für die Versicherten nahm um 4,2 Prozent zu. Ein besonders markanter Posten in dem 600-Millionen-Euro-Paket sind naturgemäß die Medikamente, für die um 4,9 Prozent mehr ausgegeben wird und die inzwischen mit über 110 Millionen Euro zu Buche stehen. „Arzneimittel haben ihren Preis. Wenn die Wirksamkeit belegt ist, sind wir die Letzten, die Nein sagen“, betont Brunner. Die ärztlichen Hilfen kosten ebenfalls nicht zu knapp. „Es wurden neue Therapien in den Behandlungskatalog aufgenommen und neue Arztstellen geschaffen“, listet der VGKK-Obmann zwei Beispiele für ein verbessertes Angebot auf.

Gute Aussichten

Auch im kommenden Jahr soll es für den heimischen Sozialversicherungsträger gut weitergehen. Einer vorsichtigen Schätzung zufolge kann die positive Tendenz 2017 beibehalten werden. Bei den Beitragseinnahmen wird mit einem Plus von 3,2 Prozent kalkuliert. Brunner: „Ziel für die Zukunft muss es sein, den Leistungsaufwand aus eigener Kraft zu finanzieren.“ Bei der GKK gibt es derzeit knapp 240.000 Beitragszahler und 83.800 Angehörige.

Es muss unser Ziel für die Zukunft sein, den Leistungsaufwand aus eigener Kraft zu finanzieren.

Manfred Brunner
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