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Standortsuche für neues Agrarzentrum gestoppt

von Michael Gasser

Landwirtschaftskammer bleibt in Bregenz. Viehhalle wird für aktuellen Bedarf adaptiert.

Dornbirn. Es ist mehr als nur eine Übergangslösung, aber auch nichts für die Ewigkeit: Die Landwirtschaftskammer hat die Suche nach einem neuen Standort auf Eis gelegt und entschieden, die Viehvermarktungshalle in Dornbirn-Schoren für aktuelle Anforderungen fit zu machen. 1,5 Millionen Euro werden dafür in die Hand genommen. Die Verwaltung der Kammer bleibt in den angemieteten Räumlichkeiten in Bregenz. Mittelfristig werde sich daran nichts ändern, sagt Kammerpräsident Josef Moosbrugger im VN-Gespräch.

Die Standortsuche beschäftigt die Kammer schon seit Jahren. Eine eigens für die „Bauernkammer neu“ eingerichtete Arbeitsgruppe prüfte mehrere Optionen und legte sich schließlich Anfang 2014 auf das Areal in Dornbirn-Schoren fest. Dort sollte für rund zehn Millionen Euro ein multifunktionales Agrarzentrum mit Kammergebäude für die Verwaltung entstehen. Die Stadtplanung sah das Projekt skeptisch. Mittlerweile ist es vom Tisch. Investiert wird indes für die nächsten zehn bis 15 Jahre in die bestehende Viehhalle. In einer ersten Bauetappe habe man bereits das Dach saniert, erklärt Präsident Moosbrugger. Ab April des kommenden Jahres starte man mit der zweiten, deutlich umfangreicheren Bauphase. „Dann wird das Vermarktungszentrum komplett erneuert. Es entstehen eine neue Tribünenanlage, neue Sanitäranlagen und ein Gastronomiebereich außerhalb der Arena.“ Auch Büroräume und Stallungen werden adaptiert, es ist ein kleiner Zubau geplant und die Samenvertriebsstelle bekommt neu ein Depot auf dem Areal, beschreibt Moosbrugger die bis September dauernden Arbeiten. Dann soll die Vermarktungshalle für die aktuellen Anforderungen fit sein.

„Entwicklungen beobachten“

Eine dauerhafte Lösung scheint das freilich nicht zu sein. Man habe jetzt in den nächsten zehn bis 15 Jahren Zeit, Entwicklungen und Veränderungen zu beobachten, sagt Moosbrugger. Grundsätzlich mache es natürlich Sinn, landwirtschaftliche Einrichtungen zu konzentrieren und Synergien bei einer Zusammenführung zu nutzen, so der Präsident weiter.

Darüber herrscht innerhalb der Kammer Konsens, wie der freiheitliche Kammerrat Andreas Hagspiel bestätigt. Es bestehe kein dringender Handlungsbedarf, aber man solle Visionen vorantreiben, sagt er und bringt erneut den Standort Hohenems beim Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum als idealen Ort für ein Agrarzentrum der Zukunft ins Spiel. „Nähe zur Autobahn, zentrale Lage und Synergien mit der Schule“, zählt Hagspiel Argumente auf, die dafürsprechen. Für Moosbrugger spricht unverändert dagegen, dass hier in der Grünzone gebaut werden müsste, und das ist für ihn kein Thema. Das Projekt „Bauernkammer neu“ ist wohl nur vertagt, wenn auch auf Jahre.

Das ursprünglich angedachte Projekt ist auf Eis gelegt.

Josef Moosbrugger
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