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Für mehr Sicherheit auf dem Weg zur Schule

von JULIA NUSSBAUM
Michelle Steindorfer sperrt die Straße für querende Kinder.

Michelle Steindorfer sperrt die Straße für querende Kinder.

An der Volksschule Tisis sorgen Schülerlotsen für ein sicheres Überqueren der Straße.

Feldkirch. Mit Warnweste, neongelber Kappe und Winkerkelle ausgerüstet, stehen Michelle Steindorfer (10) und Elena Greiner (10) am Zebrastreifen oberhalb der Volksschule Tisis. Sie sind zwei der knapp 20 Schülerlotsen an dieser Schule. Heute haben sie Dienst. Die nahe Kirchturmuhr zeigt viertel nach sieben an. Es herrscht Berufsverkehr in Feldkirch. Zahlreiche Autos fahren an den beiden Mädchen vorbei, die sich an dem Zebrastreifen gegenüber stehen.

Als die ersten Kinder die Straße überqueren wollen, nicken sich Michelle und Elena zu. Gleichzeitig strecken sie die Winkerkelle nach oben, machen einen Schritt auf den Zebrastreifen und sperren so den Weg für die heranfahrenden Autos. Die Fahrzeuge halten an, sodass die Kinder die Straße überqueren können. Als diese sicher auf der anderen Seite des Zebrastreifens angekommen sind, machen Michelle und Elena wieder den Weg für den Verkehr frei.

Jeden Morgen stehen an diesem unübersichtlichen Straßenabschnitt in Feldkirch zwei Schülerlotsen der VS Tisis. Ihre Aufgabe ist klar. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Autos am Zebrastreifen anhalten, damit die Schüler sicher über die Straße gehen können“, erklärt Elena, die gemeinsam mit Michelle die vierte Klasse besucht. Um Schülerlotse zu werden, mussten die beiden Zehnjährigen eine Ausbildung absolvieren. Dafür ist Reinhard Breuss von der Polizeiinspektion Feldkirch zuständig. Er betreut seit 24 Jahren die Schulverkehrserziehung in der Montfortstadt. „In zwei Unterrichtseinheiten versuchen wir, den Kindern ein Gefühl für den Verkehr zu vermitteln“, informiert Breuss. „Wir zeigen ihnen, was sie als Schülerlotse machen müssen.“ Wichtig sei es, dass die Kinder gewissenhaft und verantwortungsbewusst sind. Schließlich müssen sie für ihren Dienst am Zebrastreifen einmal pro Woche sehr früh aufstehen.

Das stört Elena aber gar nicht. „Mir macht es großen Spaß, Schülerlotse zu sein. Dass ich dafür früher aufstehen muss, finde ich nicht schlimm“, sagt sie. Auch Michelle freut sich, so eine wichtige Aufgabe übernehmen zu dürfen: „Ich finde es cool, Schülerlotse zu sein, und es macht Spaß, meine Mitschüler sicher über die Straße zu führen.”

Eingespieltes Team

An diesem Morgen haben Michelle und Elena einiges zu tun. Ständig wollen Kinder auf dem Weg in die Schule die Straße überqueren. Das Prozedere läuft immer gleich ab: Kelle hoch, Kelle nach vorne und Straße sperren. Dass die Schülerlotsen ihre Arbeit so gewissenhaft machen, freut nicht nur den Polizisten Breuss, sondern auch die Direktorin der VS Tisis, Susanne Speckle. „Die Mädchen und Buben sind so engagiert. Wir sind froh, dass wir seit letztem Schuljahr Schülerlotsen an unserer Schule haben“, berichtet sie. „Denn gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit ist der Schulweg gefährlich.“ Damit die Kinder von Autofahrern besser gesehen werden, hat Polizist Breuss noch einen Tipp: „Mach dich sichtbar – Warnwesten sind cool und jeder Schüler sollte sie tragen.”

<p class="caption">Die beiden zehnjährigen Schülerlotsen Elena Greiner und Michelle Steindorfer mit Polizist Bernhard Breuss.  Foto: VN/Hofmeister</p>

Die beiden zehnjährigen Schülerlotsen Elena Greiner und Michelle Steindorfer mit Polizist Bernhard Breuss.  Foto: VN/Hofmeister

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