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“Das zweitbeste Ergebnis erzielt”

Mit Pauken und Sirenen machten die Zumtobel-Usingen-Mitarbeiter auf ihre Forderung in Dornbirn aufmerksam. Foto: Rauch

Mit Pauken und Sirenen machten die Zumtobel-Usingen-Mitarbeiter auf ihre Forderung in Dornbirn aufmerksam. Foto: Rauch

Arbeitskampf bei Zumtobel Usingen beendet. Firma und Arbeitnehmer mit Ergebnis zufrieden. 

Usingen, Dornbirn. (VN-sca) Es war der längste Arbeitskampf, den es in Hessen je gegeben hat. Über sieben Wochen protestierten die Mitarbeiter des Werkes Usingen der Zumtobel Group zuerst gegen die Schließung des Werkes und dann für einen entsprechenden Sozialtarifvertrag bei Werksschließung. Der Konflikt hatte Auswirkungen bis nach Vorarlberg. Zweimal reisten die Zumtobel-Mitarbeiter aus Hessen nach Dornbirn, um am Hauptsitz von Zumtobel Druck zu machen (die VN berichteten).

Heute Ende des Streiks

Am Donnerstag sind die Verhandlungen in der Einigungsstelle nun erfolgreich zu Ende gegangen, beide Seiten sind zufrieden. Vertreter des Arbeitgebers, des Betriebsrats und der Gewerkschaft IG Metall haben sich unter dem Vorsitz von Gunnar Rath, Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Hamburg, in der vierten Sitzung der Einigungsstelle auf einen Interessenausgleich und einen Sozialplan geeinigt. Zudem wurde eine tarifliche Vereinbarung zwischen dem Unternehmen und der Gewerkschaft geschlossen. Allen Mitarbeitern des Standortes wird außerdem die Möglichkeit geboten, ab dem 1. Jänner 2017 in eine Transfergesellschaft (vergleichbar mit einer Arbeitsstiftung in Österreich) mit einer Laufzeit von zwölf Monaten überzugehen.Damit geht auch heute, Freitag, der Streik zu Ende. Das Werk wird Ende des Jahres geschlossen.

Für die Betriebsratsvorsitzende des Werkes, Gabriele Sandberg, wurde am Donnerstag für die Mitarbeiter „das zweitbeste Ergebnis erzielt“, das beste wäre der Weiterbestand des Werkes gewesen. Christian Ranacher, Geschäftsführer der Zumtobel Lighting Deutschland, ist „über das Ergebnis der Verhandlungen in der Einigungsstelle sehr froh“.

Das Ergebnis liege weit über dem, was Zumtobel zuerst angeboten habe, sagt Michael Erhardt von der Industriegewerkschaft Metall Frankfurt: „Die Kampfmaßnahmen haben sich gelohnt. Sonst hätten wir nie so gut abgeschlossen.“ Das zeige auch die Urabstimmung unter IG-Metall-Mitgliedern, die dem Ergebnis mit 96,4 Prozent zugestimmt haben.

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