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Hoffnung in kleiner Dosis

von Hanna Reiner

Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit: 12.902 Menschen ohne Job. Geringe Qualifizierung bleibt Hauptproblem.

Bregenz. (VN-reh) „Das Ziel der Arbeit ist die Muße”, war noch Aristoteles überzeugt. Heute ist Arbeit sprichwörtlich das halbe Leben und somit ein wichtiger Teil. 12.902 Menschen in Vorarlberg haben derzeit aber keinen Job. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang, im Vergleich zum Vormonat sind es aufgrund saisonaler Freistellungen im Tourismus mehr Arbeitssuchende. Insgesamt manifestiert sich damit aber die Tendenz der vergangenen Monate, in denen die Arbeitslosigkeit im Land Stück für Stück zurückging. Dennoch ist die Zahl der Arbeitslosen weiterhin hoch. Nur im Krisenjahr 2009 gab es bis auf minimale Verringerungen noch mehr Arbeitslose.

Zudem schlägt sich die positivere Stimmung auch nicht auf alle Arbeitssuchenden durch. Denn wer keine entsprechende Qualifizierung vorweisen kann, über 50 oder gesundheitlich eingeschränkt ist, tut sich nach wie vor schwer, einen Job zu finden. Hier habe sich die Situation durch den anhaltenden Verdrängungswettbewerb eher verschärft, heißt es seitens des AMS Vorarlberg. Aktuell haben 47,7 Prozent aller Jobsuchenden keinen oder nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss, das heißt keine weiterführende Ausbildung. Von dieser Situation sind sowohl unter 20-Jährige als auch über 50-Jährige betroffen. Ist bei den Jungen vor allem die Ausbildung der Knackpunkt, kommen bei den Älteren oft gesundheitliche Probleme dazu.

Arbeitslos statt Frühpension

Früher wurden viele aus diesem Grund in die Frühpension geschickt. Das ist heute aufgrund erschwerter Bedingungen nicht mehr in diesem Ausmaß der Fall. Somit bleibt für viele nur die Arbeitslosigkeit. Ein Mittel, um deren Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen, ist für Bernhard Bereuter, den stellvertretenden Leiter des AMS, die Eingliederungsbeihilfe. Dabei werden den Unternehmen die Lohnkosten gefördert, wenn sie Personen einstellen, die älter als 45 oder von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht sind.

Positives zum Schluss gibt es hinsichtlich der Lehrstellensituation. Bei 265 Suchenden gibt es 400 offene Lehrstellen, auch im Österreich-Vergleich liegt Vorarlberg auf relativ gutem Niveau. Bundesweit nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 411.951 Personen zu. Da sind uns die Deutschen ein Stück weit voraus. Dort liegt die Arbeitslosigkeit aktuell nämlich auf dem tiefsten Wert seit 25 Jahren.

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