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VN-testbericht. Porsche 718 Boxster S

Volle Hingabe ans Fahrgefühl

von Hans-Günter pellert
Aus dem Stand heraus reitet der Porsche 718 Boxster S die optische Attacke, die auf Leidenschaft hindeutet. Fotos: vn/Steurer

Aus dem Stand heraus reitet der Porsche 718 Boxster S die optische Attacke, die auf Leidenschaft hindeutet. Fotos: vn/Steurer

Der kleiner Porsche-Roadster steuert und befeuert die automobile Lebhaftigkeit.

porsche. So kann ein feines Wochenende beginnen. Am Vormittag, nach ausgiebigem Frühstück, hinaus an die Luft. Oder einfach ab ins Auto und los. Frei nach dem Motto, das auch für die Wandersleute gilt: Der Weg ist das Ziel. Und wir haben Glück: Gerade reißt die Wolkendecke auf und die Herbstsonne legt sich aufs Verdeck des neuen Porsche 718 Boxster S. Der Roadster, rundum aufgefrischt und unterm spannenden Blechkleid neu ausgerüstet, steht da im unverwechselbaren Porsche-Style, vermittelt einem alles, was von einem offenherzigen Sportwagen an Fahrspaß erwartet werden darf. Also Stoffmütze per Knopfdruck ab, um binnen weniger Sekunden den nach oben bügelfreien offenen Zufenhausener zum Delikatess-Aufschnitt für Ausfahrten sogar in der kühlen Jahreszeit zu machen. Was einem gleich einmal auffällt ist, dass der Luftikus imposanter, breiter, irgendwie massiver wirkt. Optisch erzeugt durch spitz zulaufende Scheinwerfer, größere Lufteinlässe, markante Stoßfänger und die aufgekantete Heckpartie.

Das sportliche Gefühl befeuern nicht nur schalenförmige Sitze, sondern auch das tiefer gelegte Fahrwerk. Im Umgang mit dem Roadster muss der orthopädisch leicht lädierte VN-Autor an der Stelle indes eingestehen, dass fürs beschwingt-elegante Aussteigen schon eine gut dehnbare Rückenmuskulatur vonnöten ist. Jetzt aber weiter kein Gejammer. Wir wollen loslegen mit dem leichten Überflieger, der nur knapp 1,4 Tonnen auf die Waage bringt. Hinein in die Sportsitze, Hände ans griffige Lenkrad, Schlüsseldreh, PDK-Wählhebel auf „D“ und Gasfuß. Die Stadtgrenze hinter sich gelassen, wird schon in den ersten Kurven erfahrbar, was der Boxster S alles drauf hat. Der Roadster beschleunigt unter herzzerreißenden Begleittönen ohne Gnade. 350 PS treiben den 4,38 Meter langen Schwaben-Express durch die Landschaft. Mal sanfter, mal direkter, mal extrem bissig – je nach eingestellter Fahrmodus-Vorwahl per Sport Respons Button am Lenkrad. Die beiden eingesparten Zylinder vermisst man eigentlich keine Sekunde. Unter der Motorhaube werkelt neuerdings kein „Sechsender“-Sauger mehr, sondern ein Vierzylinder-Turboboxer. Der 2,5-l-Kraftbolzen stellt das Vorgängeraggregat glatt in den Schatten, geht in die Vollen: der Tourenzähler rast auf über 7500 Umdrehungen. Was den nach oben offenen Sportflitzer noch auszeichnet, ist seine geniale Straßenlage. Dadurch, dass der Motor direkt hinter den Sitzen in der Fahrzeugmitte zwischen den Achsen sitzt, kann der Boxster S gleichsam Haken schlagen wie ein Hase. Oder der potente Hecktriebler eilt, die Aufmerksamkeit des Piloten immer vorausgesetzt, wie an der Schnur gezogen durch alle Kurven.

<p class="factbox">Eindruck: Weil der Motor sich tief unterm Blech des Boxster versteckt, gibt es vorne und hinten Ladekammern, in denen tatsächlich ausreichend Platz fürs Reisegepäck ist. Das neue Multimediasystem ist voll auf der Höhe der Zeit und immer online.</p>

Eindruck: Weil der Motor sich tief unterm Blech des Boxster versteckt, gibt es vorne und hinten Ladekammern, in denen tatsächlich ausreichend Platz fürs Reisegepäck ist. Das neue Multimediasystem ist voll auf der Höhe der Zeit und immer online.

<p class="caption">In jeder Hinsicht ein nach oben offener Reiz.</p>

In jeder Hinsicht ein nach oben offener Reiz.

<p class="caption">Innenraum: Sport-Style auf Top-Niveau.</p>

Innenraum: Sport-Style auf Top-Niveau.

Fakten

Motor/Antrieb: Vierzylinder-Turboboxermotor, 350 PS, 420 Nm/1900 bis 4500 U/min, Hinterradantrieb, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 km/h in 4,2 Sek., Spitze: 285 km/h, Verbrauch: 7,3 l (167 g CO2/km), Testverbrauch: 10,4 l Superplus

Preis: Grundpreis: 79.952 Euro, Testwagen: 103.617 Euro

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