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„Batterieentwicklung noch mit viel Potenzial“

von Michael Gasser
VN-Bericht vom 12. November.

VN-Bericht vom 12. November.

Gebürtiger Feldkircher Otmar Bitsche verantwortet Elektro-Offensive bei Porsche.

Porsche. (VN-mig) Otmar Bitsche (59) arbeitet am Porsche der Zukunft (die VN berichteten). Mission E soll 2020 auf die Straße kommen und neue Maßstäbe für sportliche Elektromodelle setzen. Der gebürtige Feldkircher ist aber auch für die Elektrifizierung aktueller Porsche-Modelle verantwortlich. Derzeit kommt der neue Porsche Panamera zu den Händlern. Mit der Plug-in-Hybrid-Version wird der Sportwagenhersteller einen „großen Sprung bezüglich Fahrbarkeit und Reichweite realisieren“, sagt der Leiter Entwicklung E-Mobilität im VN-Gespräch.

50 statt wie bisher 36 Kilometer rein elektrische Reichweite und 100 statt bisher 70 kW Leistung sollen für souveränen Vortrieb im reinen Elektro-Modus sorgen. Und die Entwicklung dieser Brückentechnologie sei noch nicht am Ende. Bis zu 70 Kilometer Reichweite würden für Bitsche Sinn machen. „Danach kann man schon den Sprung zum reinen Elektroauto machen.“

Lithium-Ionen-Batterien

Der gebürtige Feldkircher, der in Graz Elektrotechnik studiert hat und später seine ersten Berufserfahrungen in der Autobrache bei Steyr-Daimler-Puch machte, hat viel Erfahrung mit der Plug-in-Hybrid-Technologie. 1997 hat er bei Daimler die Batterieforschung neu aufgebaut und den Grundstein für Lithium-Ionen-Technik gelegt. Die erste Serienfertigung dieser Technik gelang mit dem Mercedes-Benz S400 Hybrid. Das Auto kam 2007 auf den Markt. „Seit damals gibt es dramatische Entwicklungen in diesem Bereich“, sagt Bitsche, der 2012 von Mercedes zu Porsche gewechselt war.

Natürlich flache diese Entwicklung im Laufe der Zeit ab. „Aber es ist heute noch viel Luft drin.“ Man habe schon immer das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Energieinhalt gehabt – aber hier gebe es weiterhin große Fortschritte. „Wir rechnen mit ungefähr fünf Prozent Wachstum bei den Kapazitäten der Batterien jedes Jahr“, so der Elektro-Entwicklungschef von Porsche zu den VN.

Ladeinfrastruktur

Die Potenziale jedenfalls sind riesig. Größte Hürde auf dem Weg zum Durchbruch der Elektromobilität könnte die Ladeinfrastruktur sein. Während die Hersteller für eine Langstreckentauglichkeit entsprechende Schnelllademöglichkeiten entlang der Autobahnen selbst realisieren, braucht es in Städten und Kommunen die Politik, die das Ladethema mit vorantreibt. Vielen Experten geht das allerdings zu langsam. Wenn ab 2020 Elektroautos in großen Stückzahlen auf den Markt kommen, müsse die Infrastruktur stehen. „Der Kunde wird kein Auto kaufen, wenn er nirgends laden kann“, sagt Bitsche.

<p class="caption">Porsche Mission E trägt die Handschrift des gebürtigen Feldkirchers Otmar Bitsche, der in Weissach die E-Mobilitäts-Entwicklung leitet. werk</p>

Porsche Mission E trägt die Handschrift des gebürtigen Feldkirchers Otmar Bitsche, der in Weissach die E-Mobilitäts-Entwicklung leitet. werk

Wir rechnen mit fünf Prozent Wachstum bei den Kapazitäten.

Otmar Bitsche, Porsche
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