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VN-fahrbericht. Toyota C-HR

Ästhetiker, Entertainer, Kurventiger

von beatrix keckeis-hiller
Für den C-HR offeriert Toyota ausschließlich einen Benziner und einen Hybriden als Antriebe. Fotos: werk

Für den C-HR offeriert Toyota ausschließlich einen Benziner und einen Hybriden als Antriebe. Fotos: werk

Toyota verjüngt sich und will mit dem C-HR ein Statement im SUV-Segment setzen.

Toyota. Ein wenig weniger ernst nimmt sich einer der ernsthaftesten Autohersteller seit etwa zwei Jahren. Die Vorreiter-Marke in Sachen Hybrid-Antrieb ist auf Verjüngungskurs, was sich stark an der erneuerten Marken-Ästhetik ausprägt. Womit der Aygo 2014 begonnen hat, das führten der Auris 2015 und der RAV4 (heuer) optisch fort, mit schräg-futuristischem Gesichts- und Heckschnitt sowie spaciger Interieur-Gestaltung. Dem setzt jetzt die neueste Kreation Toyotas einen verschärften Höhepunkt: Die Klasse der Crossover ist um den C-HR – Coupé High Rider –, einen trendigen Kompakt-SUV, erweitert. Der soll, mit starken Akzenten im kantigen Manga-Kriegerstil, verstärkt junge Leute ansprechen – nicht nur im eigenen Haus, sondern auch beim Mitbewerb.

Motorisch geht Toyota weiter den Weg, sich auf kleinvolumige Turbo-Benziner sowie Hybridantrieb zu konzentrieren: Das ist einerseits ein 1,2-Liter-Vieryzlinder mit 116 PS, wahlweise mit oder ohne Allradantrieb, wahlweise mit manueller Sechsgangschaltung oder Planetengetriebe mit simulierten Schaltstufen. Der Hybride ist gut bekannt und hält nun in der vierten Generation: Aus 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Aggregat werden 122 PS geholt, das in Kombination mit der bekannten stufenlosen Automatik.

Der Benziner macht sich vor allem in der Stadt – dem C-HR zugedachten Hauptrevier – gut, im Stop-and-go-Verkehr ist sein Ansprechverhalten genau richtig munter. Mit dem automatischen Getriebe zeigt er überland nach wie vor die bekannten Heul-Tendenzen. Die man aber mit dem optionalen, eigens auf den Coupé-Crossover zugeschnittenen Sound-System samt neun Lautsprechern locker übertönen kann, mittels ausgefeilter Konzertsaal-Tonmeisterschaft.

Gar nicht so kleiner Kurventiger

Als flott und agil erweist sich der Hybrid. Zumal das Fahrwerkssetting, die Dämpferabstimmung und die Lenkpräzision – das gilt für beide Antriebsversionen gleichermaßen – sehr gelungen und sportlich sind, unter völliger Absenz von Poltrigkeit oder Stoßigkeit. Schwungvoll auf Zug gehalten mutiert der mit 4,36 Metern Länge gar nicht so kleine Japaner zum Kurventiger.

Diesel? Gibt’s nicht. Hinter der lapidaren Erklärung – wenn es der Markt verlangt, dann werden wir sehen – steckt wenig Absichtsbereitschaft.

Selbstredend hat Toyota dem C-HR eine vollständige Sicherheits- und Assistenzelektronik-Ausstattung mit auf den Weg gegeben. Etwas übereifrig agiert im dichten Stadtverkehr von Madrid – wo der trendige Japaner seinen ersten Auslauf absolvierte – der eifrig piepsende Kollisionswarner. Sich vordrängende Motorrad- und Mopedfahrer mag der gar nicht. Man kann ihn aber ausschalten.

Mit den Ausstattungsbezeichnungen spielt Toyota augenzwinkernd mit dem hohen C. Die Einstiegsversion heißt C-ITY, weiter geht’s mit C-ENTER, und bei C-ULT sowie C-HIC ist nicht nur fesches Leder an Bord.

<p class="caption">Trendige Figur macht der Coupé-Crossover.</p>

Trendige Figur macht der Coupé-Crossover.

<p class="caption">Ein kräftiger Schuss Futurismus im Cockpit.</p>

Ein kräftiger Schuss Futurismus im Cockpit.

Fakten

Motoren/Getriebe/Antriebe: 1,2-Liter-Turbobenziner mit 116 PS, 1,8-Liter-Hybrid mit 122 PS; manuelle Sechsgang-Schaltung, CVT-Getriebe; Frontantrieb, Allradantrieb

Marktstart/Preis: 11. Jänner 2017/ab 22.200 Euro.

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