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“Medien haben diesen Platz selbst gewählt”

von Birgit Entner
1800 Personen protestierten gegen den rechten Kongress in Linz. Zahl­reiche Medien hatten zu dem Treffen keinen Zutritt.  Foto: APA

1800 Personen protestierten gegen den rechten Kongress in Linz. Zahl­reiche Medien hatten zu dem Treffen keinen Zutritt.  Foto: APA

Wien. (VN-ebi) „Wer braucht schon Mainstream-Medien? Wir machen unsere Medienarbeit selbst.“ Diesen Satz postete das Zweimonatsblatt „Info Direkt“ auf seiner Facebook-Seite, das am Samstag als Aussteller beim umstrittenen rechten Kongress „Verteidiger Europas“ in Linz teilgenommen hatte. Die „heimische Lügenpresse“, wie es „Info Direkt“ bezeichnet, hatte keinen Zutritt. Es sei ein kleines Wunder für die Meinungsfreiheit, dass der Kongress ohne größere Störungen stattfinden habe können, interpretiert das Magazin diesen Begriff für sich. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl gab den Medien selbst die Schuld. Sie müssten draußen bleiben und hätten diesen Platz durch ihre Berichterstattung vorab selbst gewählt. Kickl verzichtete nicht auf seine markigen Sprüche, bezeichnete Abgeordnete von SPÖ und Grünen als „mieselsüchtige Parlamentarier“. Die Forderung nach einer Öffnung der Ehe für Homosexuelle nannte er eine „familien- und fortpflanzungsfeindliche Ideologie“.

Die Demonstrationen gegen den Kongress verliefen grundsätzlich ruhig. Allerdings sorgte kurz nach Beginn der Tagung eine Störaktion für Unruhe. Die Polizei nahm vorübergehend zwei Personen fest, die in den Räumlichkeiten eine Stinkbombe geworfen hatten.

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