Sport
13. Mai 2013

VN-Interview. Sebastian Vettel (25)

„Es gibt keine Wunder“

Vettel: Die Reifen bremsen. Foto: ap
Vettel: Die Reifen bremsen. Foto: ap

Sebastian Vettel fuhr in Barcelona Reifen- schonend auf den vierten Platz.

Herr Vettel, Platz vier hinter zwei Ihrer größten Konkurrenten um die WM – wie groß ist die Enttäuschung?

Vettel: Ich würde nicht von Enttäuschung sprechen. Wir sind immer noch Vierter geworden und haben wichtige Punkte geholt. Natürlich wollten wir mehr, das Auto ist auch definitiv schnell genug, um mit Ferrari und Lotus mitzuhalten. Aber es gibt einige Teams, die mit den Reifen besser umgehen.

Wie viel Schongang war aufgrund der Reifen nötig?

vettel: Es ist schon schade, wenn man nicht eine einzige Runde hat, in der man mal ordentlich aufs Gas treten kann. Der neue harte Reifen war in dieser Hinsicht ein Griff ins Klo. Er hat uns nicht das gebracht, was wir uns gewünscht hätten.

Was hat denn überwogen, die Freude über die Punkte oder der Ärger, dass es nicht zu mehr gereicht hat?

vettel: Ich war ehrlich gesagt gegen Mitte des Rennens ein bisschen angefressen, als von der Box der Wunsch bestand, alles zu tun, damit die Reifen länger halten. Man kann als Fahrer natürlich ein bisschen was machen, aber man kann keine Wunder vollbringen.

Früher hieß es, wer in Barcelona schnell ist, ist überall schnell. Gilt das im Reifen-Zeitalter noch?

vettel: Nein, das muss man glaube ich umformulieren. Wer auf den Strecken, auf denen einem die Reifen um die Ohren fliegen, schonend damit umgeht, der hat gute Chancen zu gewinnen. Wem das nicht gelingt – viel Glück.