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„Wenn es läuft, dann läuft es“

von Gerhard Weber, St. Pölten
Das gesamte Altacher Team jubelt über den 1:0-Auswärtssieg in St. Pölten. Foto: gepa

Das gesamte Altacher Team jubelt über den 1:0-Auswärtssieg in St. Pölten. Foto: gepa

Selbst Trainereffekt in St. Pölten kann Alt­acher Überflieger beim 1:0-Sieg nicht stoppen.

st. pölten. „Ich denke schon, dass sich Neo-Trainer Jochen Fallmann etwas einfallen lassen wird, um uns zu überraschen“, hatte Altach-Coach Damir Canadi im Vorfeld der Auswärtspartie gegen Tabellennachzügler SKN St. Pölten gemeint. Um dann aber ganz schnell hinzuzufügen: „Gelingen wird ihm das aber nicht!“

Doch das ist es dem Nachfolger von Karl Daxbacher, der ja nach zehn sieglosen Spielen in Serie Anfang letzter Woche den Hut nehmen musste, dann doch ein wenig. Denn die St. Pöltner beschäftigten die Rheindörfler mit ihrem 4-3-3-System vor der Pause viel mehr, als es ihnen recht war. Hinten standen sie sehr kompakt. Nach vorne ging’s meist über die Flügel. Und vorne lauerten mit Daniel Segovia und Kevin Luckassen zwei große Spieler auf ihre Chancen. Die aber zum Glück nicht kamen. „Weil meine Burschen wirklich konsequent und gut verteidigt haben – das war gegen diese Leuchttürme gar nicht so einfach“, so Canadi, dem die ersten 45 Minuten allerdings trotzdem nicht gefallen haben. Denn nach vorne ging so gut wie gar nichts.

Deshalb stellte er in der Pause auch ein wenig um. Galvao noch mit wenig Erfolg. Im Gegenteil – Zuerst verzog Segovia ganz knapp, dann war Andreas Lukse bei einem Schuss von Manuel Martic auf dem Posten. Die Altacher blieben allerdings ruhig, lauerten auf ihre Chance. Und die kam auch.

Goldtorschütze Salomon

In Minute 65 setzte sich Nikola Dovedan auf der linken Seite durch, seine Flanke wuchtete Patrick Salomon aus elf Metern zum 1:0 in die Maschen. „Da war ich mir dann ziemlich sicher, dass wir die drei Punkte heimspielen werden“, atmete Canadi auf. Denn in der Folge sahen die 2400 Zuschauer eine Altacher Mannschaft, die den Vorsprung routiniert verwaltete, im Konter sogar noch die eine oder andere Chance hatte, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Etwa Salomon, der allerdings in Keeper Thomas Vollnhofer seinen Meister fand und so nicht seinen ersten Doppelpack seit dem 20. Juli 2012 schnüren konnte. Damals traf er im Dress der Lustenauer Austria bei einem 5:0-Kantersieg gegen Kapfenberg zwei Mal. „Ein Doppelpack wäre natürlich schön gewesen“, schmunzelte der Mittelfeldmotor nach dem Schlusspfiff, „aber letztendlich sind die drei Punkte viel wichtiger, die wir uns heute wirklich

schwer erarbeiten mussten.“ Zumal die Hausherren in der Schlussphase durch den eingewechselten Alhassane Keita in Minute 79 auch noch die große Ausgleichschance vorfanden. Doch Lukse hielt den Ball und damit den dritten Auswärtssieg in dieser Saison fest.

Erfolg durch harte Arbeit

„Wenn man einen Lauf hat, dann gewinnt man solche Spiele eben– und umgekehrt“, so Damir Canadis erster Kommentar, „man braucht ja nur an die vergangene Saison zurückdenken. Da haben wir sicherlich bessere Spiele abgeliefert und sind am Ende oft mit leeren Händen dagestanden. Jetzt ist das Glück eben auch mal auf unserer Seite. Wobei ich schon sagen muss – diesen Lauf haben wir uns in den letzten Wochen und Monaten hart erarbeitet.“ Eine Ansage, die Matchwinner Salomon nur unterstreichen kann: „Wir haben derzeit einfach das notwendige Selbstvertrauen, um geduldig auf unsere Chance zu warten. Und wenn wir einmal vorne sind, dann lassen wir uns die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.“ Und das ist nach fünf Partien ohne Niederlage jetzt schon ordentlich bestrichen. „Aber genug haben wir natürlich noch lange nicht“, lachte Canadi.

Wenn man einen Lauf hat, dann gewinnt man solche Spiele eben.

damir canadi
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