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Eine Demonstration der Stärke

von Christian Adam
Kollektiver Jubel der Altacher. Berechtigt bei fünf Treffern gegen die Austria und dem Aufschließen zu Tabellenführer Sturm in der Bundesliga-Tabelle. Foto: gepa

Kollektiver Jubel der Altacher. Berechtigt bei fünf Treffern gegen die Austria und dem Aufschließen zu Tabellenführer Sturm in der Bundesliga-Tabelle. Foto: gepa

Cashpoint Altach fegt Austria Wien 5:1 vom Platz und schließt zur Tabellenspitze auf.

Altach. Es passierte in der 75. Minute, als es selbst Andreas Lukse nicht mehr in seinem Tor hielt. Sekunden zuvor hatte Andreas Lienhart seinen unwiderstehlichen Sololauf traumhaft mit dem vierten Altacher Treffer abgeschlossen. Altachs Teamtorhüter stürmte über das gesamte Feld in Richtung Torschütze, nicht vergessend, die Zuschauer zu noch mehr Unterstützung aufzufordern. Die Antwort kam prompt in Form von Beifallskundgebungen von den Rängen. Zu diesem Zeitpunkt steuerte die Partie in Richtung Höhepunkt, am Ende sollte das 5:1 eine Demonstration der eigenen Stärke über die 90 Minuten sein.

Diese war gegen die Austria schon in den Anfangsminuten deutlich sichtbar. Altach, gegenüber dem St.-Pölten-Spiel auf zwei Positionen verändert, machte von Beginn an Druck. Ein Freistoßkracher von Nikola Dovedan landete am Pfosten (4.), gleich darauf prüfte Lukas Jäger Austria-Keeper Osman Hadzikic (5.). Altach machte weiter Druck, die Wiener kamen defensiv nicht zur Ruhe. Einen Schuss mit dem Außenrist von Dovedan (10.) vermochte Hadzikic erneut zu parieren, doch kurz darauf war er geschlagen und erstmals Jubel im Stadion zu vernehmen. Boris Prokopic schnappte sich nach einem Serbest-Fehlpass das Leder, spielte auf links, und der mitgelaufene Emanuel Schreinter passte scharf in den Rückraum. Dort fand er in Moumi Ngamaleu den idealen Abnehmer für den Ball. Der 22-Jährige behielt die Übersicht und schloss mit dem Führungstreffer ab. Es folgte zum dritten Mal sein obligater Salto als Torjubel.

Fünf verschiedene Traumtore

Die Austria wirkte wie gelähmt, war auch sichtlich überrascht von den klugen Umstellungen im Altacher Team. Benedikt Zech war in die Mannschaft zurückgekehrt, und so rückte Lukas Jäger in die Sechserposition vor. Dort machte der 22-jährige U-21-Teamspieler viele Kilometer und war vor allem beim Gegenpressing sehr präsent.

Wie schon in früheren Begegnungen wurde es auch beim Altacher Kantersieg emotional. Auslöser war Raphael Holzhauser mit einem Tritt gegen das Schienbein von Louis Ngwat-Mahop (27.). Mit Gelb war der Austrianer noch gut bedient, Altachs Routinier aber brauchte einige Zeit, um sich wieder unter Kontrolle zu bekommen. „Ja, ich war böse“, gestand Ngwat-Mahop nach dem Spiel. Ein kurzes Gespräch mit Trainer Canadi an der Seitenlinie aber ließ den Kameruner wieder auf Normal-Temperatur kommen. Die Fans aber hatten fortan in Holzhauser ihren Sündenbock gefunden und bedachten den 23-Jährigen bis zum Schlusspfiff mit einem Pfeifkonzert.

Zwischen den Pfiffen aber durfte gejubelt werden. Noch vor der Pause stellte Dovedan, mit seinen 172 Zentimetern nicht unbedingt ein Riese von Statur, per Kopf auf 2:0 (43.). Gleich nach Wiederanpfiff verpasste Ngamaleu allein vor dem Tor das 3:0 (52.), was Dovedan mit einem Weitschuss (64.) nachholte. Lienharts 4:0 oder das 5:1 durch den eingewechselten Dimitri Oberlin waren schließlich das Sahnehäubchen auf eine perfekte Leistung. „Eine der besten ersten Halbzeiten, seit ich in Altach bin“, jubelte auch Kapitän Philipp Netzer.

<p class="caption">Nikola Dovedan, rechts gegen Tarkan Serbest und Raphael Holzhauser, war von den Wienern nie in den Griff zu bekommen. Foto: gepa</p>

Nikola Dovedan, rechts gegen Tarkan Serbest und Raphael Holzhauser, war von den Wienern nie in den Griff zu bekommen. Foto: gepa

Fußball

Die Zahlen zum Spiel

Cashpoint SCR Altach FK Austria Wien

16 Schüsse gesamt 6

10 Schüsse auf das Tor 2

32 % Ballbesitz 68 %

 5 Ecken 5

 7 Flanken aus dem Spiel 7

49 % Zweikampfquote 51 %

 4 Abseits 2

71 % Passquote 82 %

19 Fouls 9

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