IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG!
Hier klicken und mitmachen!

Hoch erfreut den Präsidenten

von Günther Böhler
Der Führende der Torschützenliste, Raphael Dwamena, hält bei zwölf Treffern. Rechts Hubert Nagel. gepa/2

Der Führende der Torschützenliste, Raphael Dwamena, hält bei zwölf Treffern. Rechts Hubert Nagel. gepa/2

Austrias Hubert Nagel lässt sich von der „Momentaufnahme“ aber nicht blenden.

Lustenau. Gut gelaunt wie selten zuvor war Austria-Präsident Hubert Nagel nach dem Heimsieg gegen Wiener Neustadt im Glashaus anzutreffen. Wenig verwunderlich, denn der 1:0-Erfolg beendete nicht nur die Unentschieden-Serie vor eigenem Publikum, sondern brachte etwas überraschend – der FC Liefering kam zu Hause gegen Wattens über ein torloses Remis nicht hinaus – auch die Tabellenführung in der Erste Liga. Und natürlich konnte sich der Klub-Boss der Grün-Weißen erinnern, dass es schon verdammt lange her war, seit man zum letzten Mal von der Spitze lachte. „Wenn wir am Ende der Meisterschaft trotzdem vorne sind, wären mir sechs Monate länger warten auch egal gewesen“, stellt Nagel recht trocken fest.

„Jetzt ist es eine nette Bestandsaufnahme“, fügte er noch hinzu und versprach, nach der Länderspielpause beim nächsten Auswärtsspiel in Wattens dabei zu sein. Der 65-jährige Langzeit-Präsident der Lustenauer, der zuletzt das 5:3-Spektakel gegen Liefering nur in der Heimat mit verfolgte, will also bei der erstmaligen Verteidigung der Führung seinen Kickern auf die Füße schauen. Und es ist ganz klar herauszuhören, dass Nagel am 18. November beim Treffen zwischen „Präsident und Präsidentin“ – mit Wattens-Chefin Diana Langes-Swarovski pflegt er auch geschäftliche Kontakte – mit drei Punkten nach Hause fahren will.

In Gedanken beim LASK

Zudem denkt er bereits über die nächste Partie im Reichshofstadion, eine Woche nach dem Auftritt in Tirol, nach. Denn da ist der aktuell stärkste Kontrahent um den Bundesliga-Aufstieg, der LASK, zu Gast. „Wenn uns da ein Sieg gelingt, dann . . .“ Nagel stockt, doch in Anbetracht des momentanen Erfolgslaufes wird man doch wohl von der Winterkrone träumen dürfen. Auf die Frage, ob man im Lager der Lustenauer Austria trotzdem Verstärkungen für das Frühjahr ins Auge fasst, hat der rührige Ober-Grün-Weiße auch gleich eine Antwort parat: „Handlungsbedarf sehe ich zwar keinen, ich bin aber dennoch immer am Schauen, was es am Markt gibt.“

Recht so, denn den Austrianern, das ist unumstritten, sind zuletzt einige Glücksgriffe gelungen. Und da wären wir bei Raphael Dwamena, der mit zwölf Treffern die Torschützenliste der Liga anführt. Der junge Mann aus Ghana, der im Sommer von Lieferung nach Lustenau kam, steht damit sicher auf einigen Notizzetteln von Interessenten. Das freut auch Nagel, der betreffs eines vorzeitigen Abgangs des 21-Jährigen Folgendes festhält: „Im Fußball ist heutzutage Bewegung. Da muss aber so viel Geld her, dass wir einen neuen Dwamena kaufen können und vielleicht einen zweiten dazu.“

Chabbi soll länger bleiben

Ebenfalls recht gelassen nimmt der „Präse“ die Begehrlichkeiten nach seinem Trainer Lassaad Chabbi, der zurzeit mit einem Wechsel zu Bundesligist SKN St. Pölten in Verbindung gebracht wird, zur Kenntnis. „Wir möchten mit ihm die Saison zu Ende spielen und vielleicht noch ein Jahr dranhängen. Aber wir wollen nur einen Trainer, der gerne bei uns ist“, ließ sich Nagel im Interview mit Liga-Sponsor Sky entlocken.

Wir möchten mit Chabbi die Saison zu Ende spielen.

Hubert Nagel
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.