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Djokovic will zurück zum Rock’n’Roll

Der Zauber von einst ist verflogen: Novak Djokovic. Foto: gepa

Der Zauber von einst ist verflogen: Novak Djokovic. Foto: gepa

Nach der Wachablöse ist der Kroate beim ATP-Finale in London der Herausforderer.

London. Es ist ein ungewohntes Gefühl für Novak Djokovic. Bei den am Sonntag beginnenden World Tour Finals der acht besten Tennisprofis der Saison in London ist der Serbe plötzlich wieder Jäger –und nicht mehr der Gejagte. Nach 122 Wochen an der Spitze der Tenniswelt hat ihn Andy Murray abgelöst, doch Djokovic gibt sich längst noch nicht geschlagen.

„Raus aus den Federn. Es ist Zeit für Rock‘n‘Roll“, schrieb der „Djoker“ bei Facebook und machte unmissverständlich klar: Er ist bereit, seine neue Rolle als Herausforderer anzunehmen. Und welcher Rahmen wäre da geeigneter als das ATP-Tour-Finale, das Djokovic in den vergangenen Jahren beinahe nach Belieben dominiert hatte?

Seit 2012 heißt der Sieger des Saisonabschlussturniers ununterbrochen Djokovic. Insgesamt fünfmal hat der Serbe triumphiert. Gelingt ihm sein sechster Erfolg, würde er nicht nur mit dem diesmal abwesenden Schweizer Rekordsieger Roger Federer gleichziehen, sondern auch wieder auf den Tennisthron zurückkehren.

Djokovic, der in London in der Gruppe Ivan Lendl auf Milos Raonic, Dominic Thiem und Gael Monfils trifft, hat es also selbst in der Hand, die Verhältnisse wieder geradezurücken.

Ist er erfolgreicher als der Schotte Murray, der in der vermeintlich schwereren Gruppe John McEnroe gegen Stan Wawrinka, Kei Nishikori und Marin Cilic spielt, wird er zum dritten Mal in Serie das Tennisjahr als Nummer eins abschließen.

Sportliche und private Krise

Doch diese Gleichung, und das haben die vergangenen Monate gezeigt, geht womöglich nicht so ohne Weiteres auf. Denn Djokovic’ Spiel ist längst nicht mehr so effektiv und fehlerfrei wie noch zu Beginn des Jahres. Damals war von „Robotovic“ die Rede, der auch in schwierigen Situationen immer kühlen Kopf behielt und von Turniersieg zu Turniersieg eilte. Die Dominanz des Serben war erdrückend, bis es im Juni bei den French Open mit der Komplettierung seines Karriere-Grand-Slams zu einem Bruch kam.

Von dem hat er sich bis heute nicht erholt. Sowohl in Wimbledon als auch bei Olympia in Rio und den US Open verpasste er weitere Titel. Er haderte immer wieder, motzte, legte sich mit den Schiedsrichtern an. Glaubt man dem Boulevard, soll es im Hause Djokovic auch privat kriseln.

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