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Das Märchen geht weiter

Dominic Thiem feierte mit dem 6:3, 1:6, 6:4 über Gael Monfils seinen ersten Sieg beim ATP-Finale.  Foto: AFP

Dominic Thiem feierte mit dem 6:3, 1:6, 6:4 über Gael Monfils seinen ersten Sieg beim ATP-Finale. Foto: AFP

Dominic Thiem wahrt mit Drei-Satz-Sieg über Gael Monfils die Chance auf London-Halbfinale.

London. Dominic Thiem hat das Match zweier Debütanten bei den mit 7,5 Millionen Dollar dotierten ATP-Finals in der Londoner O2-Arena gewonnen und bleibt damit im Rennen um einen Platz im Halbfinale. Der 23-jährige Niederösterreicher besiegte in der Gruppe Ivan Lendl den als Nummer sechs eingestuften Franzosen Gael Monfils nach 1:29 Stunden mit 6:3, 1:6, 6:4.

Thiem trifft am Donnerstag auf den auf Position vier gesetzten Kanadier Milos Raonic, der noch gegen Novak Djokovic antrat. Österreichs Nummer eins hat fix 200 Punkte für die ATP-Rangliste sowie weitere 179.000 US-Dollar Preisgeld (rund 166.100 Euro/brutto) geholt und wird damit im Jahres-Endranking den derzeit achtplatzierten Spanier Rafael Nadal überholen. „Ich habe gar nicht gewusst und habe jetzt gerade erfahren, dass die Punkte das ganze Jahr in der Rangliste bleiben werden. Das ist natürlich eine Supersache. Dass ich Rafa überholt habe, ist in Hinsicht auf die Australian Open auch eine sehr gute Sache“, freute sich Thiem über das Erreichte.

Thiem sprach von einem verrückten Match gegen einen Gegner, der einmal mehr ganz starke Schwankungen hatte und deshalb sehr unberechenbar spielte. „Das war ein sehr enges Match. Ich hatte den besseren Start, dann hat er einen guten zweiten Satz gespielt. Im dritten Satz war ich sehr müde, und glücklicherweise hat er mir im letzten Game ein bisschen geholfen, aber es war sehr eng. Vielleicht war ich am Ende der Glücklichere.“

Beim Stand von 5:4 im dritten Satz beging der Weltranglisten-Sechste Monfils nicht weniger als drei Doppelfehler. Thiem nützte seinen ersten Matchball zu einem Sieg, der auch für sein drittes Match gegen Milos Raonic von großer Bedeutung ist.

Auf die Frage, wie wichtig dieser Sieg für ihn war, weil er ja durch die Absage von Nadal ins Feld gerutscht war, und er fühle, dass er hierher gehöre, sagte Thiem übrigens felsenfest: „Natürlich finde ich, dass ich hierher gehöre. Ganz egal, ob ich Nummer neun, acht oder eins bin, es ist sehr schön, hier einen Sieg zu haben. Aber an Rafa habe ich nicht wirklich gedacht, um ehrlich zu sein.“

Spielbeginn noch offen

Am Donnerstag (genaue Uhrzeit noch nicht bekannt, Anm.) geht es für Thiem im dritten Gruppenmatch um den Einzug ins Halbfinale. Aufgrund der komplizierten Arithmetik könnte aber sogar ein Sieg von Thiem zu wenig sein, dies hängt aber auch vom Ausgang der Partie von Djokovic gegen Raonic (nach Redaktionsschluss) ab.

Thiem freut sich in erster Linie, dass er noch eine Chance hat. Gegen Raonic ist er aber klarer Außenseiter. „Das ist ein Spieler, gegen den kann es auch passieren, dass man mit einer sehr guten Leistung 6:7, 6:7 verliert. Aber ich bin stolz darauf, dass es da noch um richtig was geht. Ich werde auf jeden Fall alles versuchen, dass mein Märchen in London noch möglichst lange weitergeht.“

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