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Lukse-Debüt mit Nullnummer

von Christian Adam aus Wien
Bei zwei Topchancen der Slowaken parierte der Altacher Andreas Lukse allerdings bravourös. Foto: ddfd

Bei zwei Topchancen der Slowaken parierte der Altacher Andreas Lukse allerdings bravourös. Foto: ddfd

Altachs Torhüter bei schwachem 0:0 gegen die Slowakei noch mit das Positivste.

Wien. Nur ein wenig gefülltes Happelstadion, zum Ende dann noch Regen – Österreich hatte sich so sehr einen versöhnlichen Länderspiel-Abschluss gewünscht. Das 0:0 der B-Elf gegen die Slowakei aber warf wohl mehr Fragen auf, als es Antworten gab. Am Ende gab es Pfiffe von den Rängen, und mit Andreas Lukse, dem ein Shutout gelang, wohl nur einen Gewinner.

A-Team-Debüt für Lukse

Es war am 23. August 2008, da streifte sich Andreas Lukse letztmals ein ÖFB-Teamdress über. Im U-20-Testspiel gegen Italien (0:1) wurde der Alt­acher zur Pause von Teamchef Hermann Stadler ausgewechselt. Aber nicht nur für Lukse selbst war es eine Premiere, auch die Rheindörfler stellen erstmals in der Klubgeschichte einen A-Nationalspieler. Das war zuletzt Patrick Pircher bei zwei Testländerspieler im Februar 2005 als SW-Bregenz-Spieler gelungen. Spätestens mit seiner Großtat nach 18 Minuten gegen einen Aufsetzer von Michal Duris war sein Einsatz mehr als gerechtfertigt. Spulte mit der ihm eigenen Ruhe die ersten 90 A-Teamminuten ab, und dabei zeigte der 29-Jährige, dass der Teamchef auf ihn setzen kann, sofern er gebraucht wird. Viele neue Spieler, aber wenig neue Erkenntnisse – so lässt es sich aus heimischer Sicht auf den Punkt bringen. Dass der Teamchef nach er Pause auch das taktische System – von 4-2-3-1 auf 3-5-1-1 – änderte, war noch mit ein Hingucker in einer ansonsten Höhepunkt-armen Partie. Eine Doppelchance durch Karim Onisiwo, der an Gäste-Keeper Ján Novota scheiterte, und Lukas Hinterseer, dessen Nachschuss von Jakub Holúbek per Kopf von der Linie bugsiert wurde (37.). Als dann noch Martin Harnik kurz vor der Halbzeit an Novota scheiterte und Sekunden später Marko Arnautovic mit einem Gewaltschuss ebenfalls im Gäste-Torhüter seinen Meister fand, blieb es zur Pause torlos. Und so jubelten die Fans eigentlich nur kurz vor dem Abpfiff, als der langjährige Kapitän Christian Fuchs verabschiedet wurde und u. a. ein Teamtrikot mit der Rückennummer 78 überreicht bekam. Mit der Halbzeitpause begann die Wechselorgie in einer schon auf acht Positionen veränderten ÖFB-Elf. Das ließ den Spielfluss aber keineswegs besser werden. Vor allem offensiv quälten sich die Schützlinge von Marcel Koller, kaum einmal gelangen Spielzüge über mehrere Stationen. Wenn, dann war Marko Arnautovic beteiligt, der einmal mehr bewies, dass er im Moment die stabilste Form aller Teamspieler zu haben scheint.

All das aber war zu wenig, um nach der Pause noch eine weitere Torchance zu kreieren. Mehr noch: Lukse verhinderte nach einem Kopfball im Anschluss an einen Freistoß einen Gegentreffer (73.).

<p class="caption">Kam gegen die Slowakei zu seinem zweiten Einsatz für das ÖFB-Nationalteam: Mainz-Legionär Karim Onisiwo.  Foto: reuters</p>

Kam gegen die Slowakei zu seinem zweiten Einsatz für das ÖFB-Nationalteam: Mainz-Legionär Karim Onisiwo. Foto: reuters

Lukse hat in der ersten Halbzeit hervor­ragend reagiert.

marcel koller

Österreich – Slowakei. Die ÖFB-Spieler in der Einzelkritik

Lukse (2): Fehlerloses Teamdebüt des Altach-Torhüters. Mit zwei hervorragenden Paraden, zudem ruhig und sicher in der Spieleröffnung.

Lazaro (4): Versuchte in der ersten Halbzeit seine Offensivqulitäten unter Beweis zu stellen. Mit Fortdauer der Partie allerdings immer wirkungsloser.

Dragovic (3): Der Abwehrchef rückte nach der Pause ins zentrale Mittelfeld, als Backup von Alaba. Mit Licht und Schatten, aber da, wenn er gebraucht wurde.

Madl (4): Viele Unzulänglichkeiten prägten sein Spiel. In den Zweikämpfen zwar durchaus mit Durchsetzungsvermögen, aber mit haarsträubenden Abspielfehlern.

Suttner (4): Versuchte die linke Achse mit Arnautovic, aber zerstörte sein Spiel mit vielen unerzwungenen Fehlpässen.

Baumgartlinger (3): Zweikampf- und laufstark wie gewohnt. Ging in die Räume, aber in seine Offensivbälle mischten sich immer wieder Fehlpässe.

Ilsanker (3): Mit starken Zweikampfwerten, doch im Spielaufbau ließ der Mittelfeldspieler des RB Leipzig doch einige Wünsche offen.

Onisiwo (3): Traute sich Eins-gegen-eins-Situationen zu, vergab eine Großchance. Mit Fortdauer des Spiels blasser.

Hinterseer (4): Tat sich schwer in der für ihn vorgesehenen Rolle hinter der Spitze.

Arnautovic (2): Hatte bei allen gefährlichen Situationen seinen Fuß mit im Spiel.

Harnik (3): Als Solospitze mit wenig Durchschlagskraft, auch bei einer Großchance.

Alaba (4): Viele, viele Fehlpässe, völlig ungewohnt für den ballsicheren Bayern-Legionär.

Klein (3): Wenig auffallend nach der Einwechslung.

Hinteregger (3): Seine Zweikampfstärke ist inzwischen fast unverzichtbar.

Stangl (0): Zu kurz im Spiel.

Janko (0): Zu kurz im Spiel.

Wimmer (0): Zu kurz im Spiel.

Benotung nach dem Schulsystem

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