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Der Stolz von Schottland

Die Daily Mail adelte Murray nach seinem Triumph und schrieb: „Die Diskussion, wer bester Tennisspieler des Planeten ist, ist beendet.“ afp

Die Daily Mail adelte Murray nach seinem Triumph und schrieb: „Die Diskussion, wer bester Tennisspieler des Planeten ist, ist beendet.“ afp

König Andy Murray würde gerne eine Weile auf dem Tennis-Thron bleiben.

London. Mit fünf Titeln en suite und einer Serie von 24 Siegen in Folge hat sich Andy Murray zum neuen Tennis-König gekürt. Der 29-jährige Schotte feierte mit dem 6:3-, 6:4-Endspielsieg über Novak Djokovic nach Wimbledon und den Olympischen Spielen seinen dritten großen Triumph 2016, den insgesamt neunten des Jahres. Erstmals sind nun auch die ATP-Finals auf seiner Titelliste gelandet.

Abgesehen von rund 5,07 Millionen Euro Preisgeld inklusive Ausschüttung aus dem Bonuspool bedeuten 1500 Zähler für das ATP-Ranking natürlich Rang eins. Der Platz auf dem Tennis-Thron ist Murray zumindest zwei Monate gewiss. In Anbetracht des starken ersten Halbjahrs von Djokovic kann er 2017 den Vorsprung auf den zwölffachen Major-Sieger sogar ausbauen, weil der Serbe weit mehr Punkte zu verteidigen hat. Und darauf baut der Träger des Britischen Verdienstordens OBE (Order of the British Empire). „Es hat mich in den vergangenen fünf, sechs Monaten große Anstrengungen gekostet, dahin zu kommen. Natürlich würde ich dort auch ganz gerne bleiben“, sagte Murray, ergänzte aber auch gleich, „ich weiß, dass das extrem schwierig wird. Ich hatte ein großartiges Jahr. Dieses zu wiederholen, ist sehr schwer.“

Was den „Stolz von Schottland“ aber wirklich motiviert, sind die Grand-Slam-Turniere. Mit zwei Triumphen in Wimbledon und einem bei den US Open hat Murray noch Potenzial nach oben. „Wenn ich im Dezember zum Training fliege, dann mache ich das mit den Australian Open im Kopf. Für diese Best-of-five-Matches musst du die Extraarbeit reinstecken, das motiviert mich“, erklärte Murray. Mit Melbourne hat er sozusagen mehrere Rechnungen offen. Insgesamt fünf Mal stand er beim ersten Major des Jahres im Endspiel, ein
Titel fehlt ihm ebenso noch wie auch in Roland Garros.

Mit Muster gleichgezogen

Ob nun seine Zeit, eine Andy-Murray-Ära, gekommen ist, wurde er gefragt. „Darüber habe ich nicht nachgedacht. Aber natürlich will ich in den nächsten Jahren so viel wie möglich erreichen, denn ich werde nicht ewig spielen“, sagte Murray, der mit 44 Titeln mit Österreichs Ex-Nummer-eins Thomas Muster gleichgezogen hat. Er werde auf diesem Level und mit dieser Anzahl an Matches nicht bis Mitte 30 weitermachen können, glaubt er, und versprach zu versuchen, die nächsten paar Jahre zu den besten seiner Karriere zu machen.

Das Jahr 2016 sei aus allgemeiner Sicht schwierig gewesen, weil mit Roger Federer und Rafael Nadal zwei Stars große Teile des Jahres versäumt haben. „Sie haben beide viele Fans, nicht nur für das, was sie auf dem Platz erreicht haben, sondern auch weil sie charismatisch und sehr populär sind“, dachte Murray in der Stunde des Triumphs auch an die großen Abwesenden dieses Saisonfinales.

Der Start ins Jahr 2017 wird für Murray jedenfalls unter ganz anderen Voraussetzungen beginnen als in den Jahren zuvor. Bei den ATP-Finals war er vor der diesjährigen Auflage nie im Finale gestanden, im achten Versuch schaffte er nach zwei Wimbledon-Triumphen, einem Olympiasieg in Wimbledon, und fünf Titeln im Londoner Queen‘s Club endlich auch beim Saison-Showdown in der britischen Metropole den großen Schlag.

Djokovic fairer Verlierer

Nach vier ATP-Final-Triumphen in Folge als Zweiter bilanzierte Novak Djokovic seine Saison. Der um exakt eine Woche jüngere Serbe hatte mit den French Open den letzten ihm noch fehlenden Major-Titel geholt und zu diesem Zeitpunkt alle vier Grand-Slam-Titel gleichzeitig gehalten. „Ich habe in den ersten sechs Monaten so viele Emotionen durchlebt. Ich hätte Zeit gebraucht, um das alles zu verarbeiten, aber die hatte ich nicht“, erinnerte sich Djokovic. Darum empfahl der Serbe den Journalisten auch gleich, Murray den Moment genießen zu lassen. „Fragt ihn heute nicht über die nächste Saison, er verdient es.“

Für ihn selbst seien die „letzten sechs Monate nicht ideal“ verlaufen, aber immerhin habe er das Finale der US Open und in London erreicht. Natürlich habe er schon bessere Jahre gehabt. „Aber es ist hart, diese Dinge immer wieder zu wiederholen, nichts ist für ewig.“

Head ist die Nummer eins im Tennissport

Kennelbach. (VN-jd) Mit Triumphator Andy Murray, Finalist Novak Djokovic und Marin Čilić stehen drei der acht Teilnehmer am ATP-Finale in London beim Kennelbacher Sportartikelhersteller Head unter Vertrag. „Ich denke, wir haben damit unseren Nummer-eins-Status am Weltmarkt als Topausrüster eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, betont Thomas Bischof stolz, bei Head verantwortlich für die Profispieler und das Testmanagement. „Unsere Vertragsspieler haben 2016 neun der zehn ATP-1000-Turniere gewonnen, und in den letzten Jahren wurden 65 Prozent aller Siege von Grand-Slam-Turnieren mit Head-Rackets geholt. Ich denke, diese Zahlen sind der beste Qualitätsbeweis für unsere Produkte.“

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