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„Habe den Schritt nie bereut“

von thomas knobel
Die Spielerinnen nutzen ihre Spiele auch ganz bewusst, um auf gewisse Probleme hinzuweisen.

Die Spielerinnen nutzen ihre Spiele auch ganz bewusst, um auf gewisse Probleme hinzuweisen.

Mit Sarah Sperger erobert eine Frastnerin im US-College-Fußball die Herzen der Fans.

Houston. Am 29. Juli begann für Sarah Sperger das Abenteuer. Die Frastnerin wechselte in die USA, nicht nur des Studiums wegen, sondern auch, um weiter Fußball zu spielen. „Diese Kombination, Fußball und Studium, hat mich gereizt. Es ist eine tolle Gelegenheit und eine Erfahrung für meine Zukunft. Diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen“, erzählt die 18-Jährige im VN-Gespräch.

Am 10. Dezember steht ihr erster längerer Heimatbesuch bevor. Dann wird sie wieder über fünf Wochen im Walgau sein – und den Winter in Vorarlberg genießen. „Es war schon eine Umstellung“, erzählt Sperger, die in Houston an der Texas Southern University Human Performance („In Österreich heißt es Sportmanagement“) studiert. Im Sommer, bei konstant 35 Grad, kann das Training schon beschwerlich werden.

Die Unterschiede sind groß

Vier Mal in der Wochen stehen gut zwei Stunden Fußballtraining auf dem Lehrplan, frühmorgens kommen noch ein Besuch in der Kraftkammer und Yoga hinzu. Ein Treffer gelang der Mittelfeldspielerin bislang, dem Konkurrenzkampf im Kader mit 23 Mädchen stellt sie sich gerne. Dafür hat sie ja gute Lehrjahre beim FFC Vorderland verbracht. Schnell lernte sie sich auf die unterschiedliche Art, Fußball zu spielen, einzustellen. „Das Spiel ist körperbetonter, nicht zuletzt aufgrund des vielen Krafttrainings auch schneller. Das Hauptaugenmerk wird klar auf Schnelligkeit und körperliche Fitness gelegt. Zudem haben wir wöchentlich Teambuilding-Treffen.“

Kraft kosten vor allem die vielen Auswärtsfahrten in der höchsten College-League. Bis zu zehn Stunden Busfahren warten auf die Spielerinnen des TSU Soccer Teams. Dafür, so erzählt Sperger, sei die Betreuung hervorragend. Drei hauptamtliche Trainer kümmern sich um die Fußball-Frauen. Headcoach Saunders wird dabei von Assistent Gabbi und Goalie-Coach Kylee unterstützt. In vielen Einzelgesprächen mit den Mädchen wird laut Sperger auch sehr individuell gearbeitet. „Es ist eine unglaubliche Erfahrung, und ich kann diese jedem nur empfehlen. Ich habe in den vier Monaten schon so viel gesehen und erlebt. Ich würde diesen Schritt jederzeit wieder wagen.“

Gut 10.000 Studenten beherbergt die Universität. Gut 15 Stunden wöchentlich nimmt ihr Studienfach an der Uni in Anspruch, ansonsten steht der Fußballsport im Mittelpunkt. Platz zwei mit dem Team in der höchsten College League war der verdiente Lohn für die harte Arbeit. Die Verbindung zu ihren einstigen Teamkolleginnen des FFC Vorderland hat sie nicht verloren. Drei Jahre spielte sie für den derzeitigen Tabellenführer der 2. Bundesliga Mitte/West. In diesem Zusammenhang hat sie bereits ein paar Wünsche für die Zukunft. „Nach meiner Rückkehr würde ich gerne mit Vorderland in der Bundesliga spielen.“ Bis dann will sie sich fußballerisch weiter verbessern. Und beruflich? „Sportjournalismus würde mich interessieren oder auch an einer Schule Sport und Englisch unterrichten.“

<p class="caption">Sarah Sperger (rechts) mit Torjägerin Hayward Paige.</p>

Sarah Sperger (rechts) mit Torjägerin Hayward Paige.

<p class="caption">Die Mädchen des College-Teams der Texax Southern University sind in dieser Saison sportlich sehr gut unterwegs. Fotos: TSU</p>

Die Mädchen des College-Teams der Texax Southern University sind in dieser Saison sportlich sehr gut unterwegs. Fotos: TSU

<p class="caption">Bei Vorderland war Sarah Sperger auf der Außenbahn im Einsatz, in den USA kommt die 18-Jährige meist als Mittelfeldspielerin zum Einsatz.</p>

Bei Vorderland war Sarah Sperger auf der Außenbahn im Einsatz, in den USA kommt die 18-Jährige meist als Mittelfeldspielerin zum Einsatz.

Zur Person

Sarah Sperger

Die Frastnerin spielte im US-College-Fußball und liegt mit ihrer Mannschaft TSU Soccer Team in der höchsten Liga auf Rang zwei

Geboren: 4. März 1998

Ausbildung: studiert an der Texas Southern University „Human Perfomance)

Vereine: FFC Vorderland, TSU Soccer Team

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