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VN-Interview. Werner Grabherr (31), Trainer Cashpoint SCR Altach

„Meistertitel ist kein Thema“

Coach Werner Grabherr kann heute mit Altach mit einem Sieg gegen Ried erneut die Tabellenführung erobern. Foto: gepa

Coach Werner Grabherr kann heute mit Altach mit einem Sieg gegen Ried erneut die Tabellenführung erobern. Foto: gepa

Interimscoach Grabherr über Altachs Höhenflug, seine Zukunft und die starke Bank.

Altach. All jene, die befürchtet hatten, dass Altach nach dem plötzlichen Abgang von Damir Canadi zurückfällt, wurden erst einmal eines Besseren belehrt. Das Team agierte gegen Sturm und Mattersburg so stabil, wie man es heuer gewohnt war – auch wenn der Sieg gegen die Burgenländer am Ende doch etwas glücklich zustande kam. Für Interimscoach Werner Grabherr gilt es den Erfolgslauf bereits heute im Heimspiel gegen Ried (19 Uhr) fortzusetzen.

Wird das Wort „Titelchance“ in die Motivationsreden des Trainers aufgenommen?

Grabherr: Nein. Überhaupt nicht. Der Meistertitel ist kein Thema. Wir sind mitten in den Top-4 drinnen. Alle sind nur durch wenige Punkte getrennt. Nein. Das ist kein Thema.

Wo kann man noch nachbessern? Gegen Mattersburg hat man in der zweiten Hälfte bei hohen Bällen offensichtlich große Probleme bekommen. Das war auch schon beim Match gegen die Admira in der Südstadt so.

Grabherr: Ja, aber die Spiele waren sehr unterschiedlich. Bei der Admira hatten wir die zweiten Bälle nicht. Gegen Mattersburg waren wir da einfach zu passiv. Vor allem in der Rückwärtsbewegung haben wir diese hohen Bälle nicht attackiert, sondern nur reagiert. Diese Passivität wurde bestraft. Nach dem 1:1 hat man aber gesehen, was trotz Unterzahl schon vorher möglich gewesen wäre.

Ehrlich: Hätten Sie gedacht, dass das im Burgenland noch ein Dreier wird?

Grabherr: Gegenfrage: Hätten Sie gedacht, dass wir gegen Sturm noch den Ausgleich kassieren? Man darf nie aufgeben und aufhören daran zu glauben. Man hat bei jeder Situation gesehen, dass die Mannschaft wollte. Deshalb hat sie sich auch belohnt dafür.

Nun brennt man auch auf einen Sieg gegen Ried. Brennen Sie denn nicht darauf, den Job des Cheftrainers länger zu machen als bis zum Winter?

Grabherr: Nein, das ist kein Thema. Ich werde in mein Aufgabengebiet zurückwechseln, fühle mich da sehr wohl und habe im Aufbau des Klubs noch einige Aufgaben zu erledigen. Ich will als Trainer weiterlernen. Mir fehlt ja auch noch die höchste Lizenz.

Aber in Mattersburg ist auch aus der Interimslösung Franz Lederer der längstdienende Coach der Bundesliga hervorgegangen.

Grabherr: Na ja, wer weiß (lacht). Nein. Ich arbeite bis Winter rein. Und dann ist eh Georg Zellhofer gefordert, einen Trainer zu finden.

Wenn man einen Dimitri Oberlin von der Bank bringen kann, ist man schon sehr glücklich als Trainer, oder?

Grabherr: Auf jeden Fall. Wir haben im Vorfeld immer betont, dass wir einen sehr guten, ausgeglichenen Kader haben – mit teilweise wirklich Spielern, wo wir A oder B sagen können. Das macht uns die letzten Wochen sehr stark – vor allem in den englischen Wochen.

Warum sagt man bei Oberlin nicht A? Warum war er zuletzt nicht in der Startformation?

Grabherr: Man sieht ja in der Statistik, dass er einer der stärksten Jokerspieler ist und er fast immer trifft, wenn er eingewechselt wird. Wir haben mit Dovedan, Ngamaleu und Harrer schnelle Spieler, aber auch robuste Spieler. Dimitri steht mit ihnen auf einer Höhe. In den englischen Wochen können wir ja gut rotieren.

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