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Erneut Flüchtlingsdrama vor der libyschen Küste

Nach Angaben der UNO starben in diesem Jahr bereits mehr als 4000 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer. Foto: AFP

Nach Angaben der UNO starben in diesem Jahr bereits mehr als
4000 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer. Foto: AFP

Zwei Schlauchboote gekentert. Offenbar mehr als 200 Flücht­linge ertrunken.

Rom. Wieder sind bei Flüchtlingsunglücken auf dem Mittelmeer Hunderte Menschen ertrunken. Überlebende hätten die Zahl der Opfer auf bis zu 240 geschätzt, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Donnerstag mit. Damit wären in diesem Jahr bereits mehr als 4200 Menschen auf der Überfahrt Richtung Europa ums Leben gekommen.
Zu den Bootsunglücken kam es den Angaben zufolge am Mittwoch. Zwei Schlauchboote seien kurz nach der Abfahrt von der libyschen Küste in rauer See gekentert, sagte UNHCR-Sprecherin Carlotta Sami. Sie berief sich dabei auf Berichte von 31 Überlebenden, die am Donnerstag auf der italienischen Insel Lampedusa angekommen seien.Demnach waren in einem der beiden Boote rund 140 Menschen, darunter sechs Kinder und 20 Frauen. Es sei untergegangen, als Holzlatten am Boden durchgebrochen seien, hieß es vom UNHCR.

Das Boot befand sich zu diesem Zeitpunkt rund 40 Kilometer vor der Küste Libyens. 29 Menschen konnten lebend gerettet werden, zwölf Leichen wurden bislang geborgen. Von dem zweiten gekenterten Boot wurden zwei Frauen gerettet, die berichtet hätten, dass 128 weitere Insassen ertrunken seien, sagte Sami.

UNHCR betonte, dass es sich bei den Opferzahlen um reine Schätzungen handelt. Internationale Organisationen sind bei ihren Berichten über solche Flüchtlingsunglücke auf die Angaben von Überlebenden angewiesen, weil die Boote oft ohne Spur versinken. Von den Toten am Donnerstag stammten wie auch bei vorangegangenen Unglücken die meisten offenbar aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

Dass in diesem Jahr so viele ums Leben kamen wie niemals zuvor, hängt laut UNHCR damit zusammen, dass Schleuserbanden die Flüchtlinge statt auf Holzkähnen mittlerweile auf billigeren Schlauchbooten ins Mittelmeer hinausschicken.

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