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Vor einem Jahr nahm der Terror Paris ins Visier

Ein Jahr nach dem Terrorakt liegt der Schatten der Anschläge noch immer über Paris. Foto: Reuters

Ein Jahr nach dem Terrorakt liegt der Schatten der Anschläge noch immer über Paris. Foto: Reuters

Am 13. November 2015 sind bei einer Anschlag-serie 130 unschuldige Menschen getötet und 493 verletzt worden.

Paris. In den Bars wird wieder getrunken, im Bataclan wieder Musik gespielt. Trotzdem liegt der Schatten der Anschläge vom 13. November weiter über Paris.
Das Bataclan wird heute, Samstag, mit einem Konzert des britischen Musikers Sting wiedereröffnet – am Vorabend des ersten Jahrestags der Pariser Terroranschläge. Monatelang wurde die traditionsreiche Konzerthalle im Osten der Millionenstadt renoviert, die Spuren der Attacke beseitigt.

Das Konzert symbolisiert den Neuanfang an einem Wochenende im Zeichen
von Trauer und Gedenken. Die Stadt wird Plaketten
an den Tatorten anbringen, die an die 130 Todesopfer
der Terroranschläge erinnern.

Anschlagserie

Um 21.19 Uhr am 13. November 2015 hören Zehntausende Fußballfans im Stade de France einen Knall. Auf dem Platz spielt Deutschland gegen Frankreich, auf der Tribüne sitzen auch Staatschef François Hollande und der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Was sie nicht ahnen: Ein Selbstmordattentäter hat sich vor dem Stadion in die Luft gesprengt. Zwei weitere tun es ihm kurz darauf nach.

Gleich drei Terrorkommandos des selbst ernannten Islamischen Staats (IS) schlagen an diesem Abend zu – bewaffnet mit Sturmgewehren und Sprengstoffgürteln, gut vorbereitet, präzise koordiniert. Drei Männer ermorden Dutzende Menschen auf den Terrassen von Bars in einem angesagten Viertel im Osten der Hauptstadt.

Das größte Blutbad richtet das Kommando an, das beim Konzert der US-Rockband Eagles of Death Metal ins Bataclan eindringt, in die Menge schießt und Geiseln nimmt – sie töten 90 Menschen. Sieben Attentäter sterben bei den Anschlägen, zwei weitere einige Tage später bei einem Polizeieinsatz. Nur ein mutmaßlich direkt Beteiligter geht den Ermittlern lebend ins Netz: Nach monatelanger Fahndung wird Salah Abdeslam in Brüssel gefasst.

Die Schauplätze des Terrors

Stade de France: Am Fußballstadion gab es mehrere Tote. Ermittler berichten von vier Toten, darunter drei Terroristen.

Musikclub Bataclan: Der beliebte Veranstaltungsort mit rund 1500 Plätzen war für ein Konzert ausverkauft. Vermutlich vier Terroristen stürmten den Konzertsaal. 90 Menschen starben. Einer der Angreifer wurde erschossen, die drei anderen sprengten sich in die Luft.

Rue de Charonne: In der Straße im 11. Arrondissement im Osten der Stadt wurden nahe der Bar La Belle Équipe 19 Menschen getötet.

Boulevard Voltaire: Auf der Straße zwischen Platz der Republik und Platz der Nation sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft.

Rue de La Fontaine au Roi: Am Anfang der Straße starben zwischen
dem Café Bonne Bière und dem Restaurant Bar Cosa in der Nähe des beliebten Kanals Saint-Martin fünf Menschen.

Rue Alibert: Vor dem beliebten Lokal Le Petit Cambodge wurden 15 Opfer gezählt, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Gegenüber liegt das Café Carillon, ebenfalls eine stark frequentierte Bar.

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