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Neuseeland: Schweres Erdbeben fordert Tote

In der Hauptstadt Wellington sammelten sich Hunderte Menschen in den Straßen.  Foto: ap

In der Hauptstadt Wellington sammelten sich Hunderte Menschen in den Straßen.  Foto: ap

Erdbeben erschütterte Neuseeland und löste einen Tsunami aus. Mindestens zwei Menschen starben.

wellington. Tausende Menschen wurden von dem starker Beben in der Nacht auf Montag (Ortszeit) aus dem Schlaf gerissen und berichteten in den sozialen Medien von sehr heftigen Erdstößen und Schäden. Nach Rundfunkberichten wurden mehrere Personen verletzt. Zwei Menschen sollen ums Leben gekommen sein. Das sagte Premierminister John Key am Abend, ohne Einzelheiten zu nennen. Der Erdstoß hatte eine Stärke von 7,9, wie das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam mitteilte.

Tsunamiwellen

Nach dem Beben erreichte die erste Tsunamiwelle nach Angaben des Zivilschutzes die Nordostküste der Südinsel Neuseelands am Montag früh kurz vor 2 Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ am Sonntag) – etwa zwei Stunden nach dem Beben. An dem Küstenabschnitt von der Halbinsel Banks südlich Christchurchs bis nahe der Nordspitze der Südinsel Neuseelands drohten Wellen von drei bis fünf Metern Höhe. Dies gelte auch für die 900 Kilometer östlich im Pazifik gelegenen Chatham Islands. An der übrigen Ostküste Neuseelands könnten ein bis drei Meter hohe Wellen aufrollen, schrieb der Zivilschutz.  Später wurde die Tsunamiwarnung heruntergestuft. Er warnte am Montagmorgen (Ortszeit) nur noch vor Wellen von bis zu einem Meter Höhe. Nach Medienberichten aus Neuseeland war das Beben nicht nur auf der Südinsel, sondern auch in den Städten Wellington, Hamilton und Auckland sowie in der Region Taranaki auf der Nordinsel zu spüren.

Fotos zeigten zerbrochene Glasscheiben, mit Splittern übersäte Bürgersteige, Risse in Straßendecken, Erdrutsche und zerbrochene Weinflaschen, die in einem Supermarkt aus dem Regal gefallen waren. Ein Twitter-Nutzer schickte Bilder seines verwüsteten Hauses. In der Region Taranaki fiel in mehreren Städten der Strom aus.

In der Hauptstadt Wellington sammelten sich Hunderte Menschen in den Straßen. Von einigen Gebäuden schienen Mauerteile auf die Straße gefallen zu sein. Nahe dem Civic Square zitterten Hotelgäste in Bademänteln und warteten darauf, in ihr Gebäude zurück zu dürfen.

In Christchurch, der größten Stadt der Südinsel, verließen die Bewohner der Uferzonen ihre Häuser in Richtung höher gelegener Stadtteile. Christchurch war in der Vergangenheit mehrfach von schweren Erdbeben heimgesucht worden, zuletzt 2011, damals starben 183 Menschen, etwa 10.000 Häuser wurden beschädigt.

<p class="caption">In der Hauptstadt Wellington sammelten sich Hunderte Menschen in den Straßen.  Foto: ap</p>

In der Hauptstadt Wellington sammelten sich Hunderte Menschen in den Straßen.  Foto: ap

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