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Zeitzeuge Feingold im Montforthaus

Marko Feingold wird nicht müde, von der Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs zu berichten. Er gilt als einer der wichtigsten Zeitzeugen. Heute ist er im Feldkircher Montforthaus zu Gast. foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Marko Feingold wird nicht müde, von der Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs zu berichten. Er gilt als einer der wichtigsten Zeitzeugen. Heute ist er im Feldkircher Montforthaus zu Gast. foto: APA/HELMUT FOHRINGER

19:00 montforthaus, feldkirch. Carl Lampert hat mit seinem Leben und Sterben Zeugnis für den Glauben und für die Menschlichkeit abgelegt. Er hat die Gräuel des Nationalsozialismus nicht überlebt.

Marko Feingold hat überlebt. Geboren 1913, wird er auch mit 103 Jahren nicht müde, als Zeitzeuge über den Nationalsozialismus, seine Jahre in vier Konzentrationslagern und den Holocaust zu erzählen. Und darüber, wie schwer sich das 1945 neu erstandene Österreich mit der Aufarbeitung dieser Zeit und der Rehabilitierung der Opfer tat und teilweise noch immer tut. Seine Erfahrungen will er weitergeben, damit die Menschen mit offenen Augen ihre Zukunft gestalten.

Heute ist er im Rahmen der Carl-Lampert-Woche im Montforthaus zu Gast und erzählt von der harten Arbeit im Steinbruch, der Gewalt der SS-Leute und dem Hunger als ständigem Begleiter. Sechs Jahre verbrachte er in den Konzentrationslagern Auschwitz, Neuengamme, Dachau und Buchenwald.

Marko Feingold ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und Träger zahlreicher Auszeichnungen der Republik Österreich (u. a.
Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs), des Landes und der Stadt Salzburg. 2012 erhielt er den Ehrenring der Universität Salzburg.

Eine besondere Ausstellung wird auch bis 20. November in Göfis gezeigt: „Darüber sprechen – Was gestern und heute ist. Nationalsozialismus und Holocaust“. Die Ausstellung im Carl-Lampert-Saal beruht auf Erfahrungen von Zeitzeugen. 14 Menschen sprechen in dieser Ausstellung darüber, was sie während der Nazi-Zeit erlebten. Wie Schulfreunde und Freundinnen mit ihnen umgingen, wie die Nachbarn zu Feinden wurden, der Staat zum Mörder. Wie sie überleben konnten und wie es ihren Familien erging.

Öffnungszeiten der Ausstellung bis 20. November: Montag bis Samstag, 17 bis 20 Uhr. Sonntag, 10.30 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei!

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